04. Apr. 2026 | Elite | von Deutscher Ruderverband

Das Boat Race 2026: Tradition, Rivalität – und ein deutsches Familienduell auf der Themse

Mit Lilli Freischem (Oxford) und Mia Freischem/ Antonia Galland (Cambridge) treten drei Frauen an. Freddy Breuer vertritt die deutschen Farben für Cambridge an (Foto: The Boat Race Company)
Lilli Freischem tritt im Oxford-Achter an (Foto: The Boat Race Company)
Mia Freischem und Antonia Galland treten im Cambridge-Achter an (Foto: The Boat Race Company)
Freddy Breuer führt als Schlagmann den Cambridge-Achter an (Foto: The Boat Race Company)
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Es ist zweifelsohne das berühmteste Ruderrennen der Welt: Selbst Menschen ohne großen Bezug zum Sport kennen das legendäre Duell zwischen Oxford und Cambridge auf der Londoner Themse.

Seit 1827 wird dieses traditionsreiche Rennen ausgetragen. Das The CHANEL J12 Boat Race 2026 am Samstag, dem 4. April, schreibt dabei ein ganz besonderes Kapitel in der fast 200-jährigen Geschichte — maßgeblich geprägt von zwei deutschen Athletinnen.

Mit Lilli Freischem (Oxford) und Mia Freischem (Cambridge) treffen im Frauenrennen zwei Schwestern direkt aufeinander. Ein solches Familienduell gab es zuletzt 2004, als Emma Payne für Oxford und Nicola Payne für Cambridge im selben Rennen standen.

„Egal, wie es ausgeht, wir werden auf dem Wasser alles geben — und uns zwei Sekunden später wieder in den Armen liegen“, sagte Lilli Freischem im gemeinsamen Interview mit Times Radio über das besondere Duell mit ihrer jüngeren Schwester.

 

Starke deutsche Präsenz auf höchstem Niveau

Die aus Köln stammenden Schwestern fanden ihren Weg zum Rudersport während ihres Studiums an der University of Edinburgh. Während sich Lilli nach Einsätzen im Reserveboot inzwischen einen Platz im Oxford-Achter erkämpft hat, steht Mia nach ihrem Einsatz im Cambridge-Reserveboot 2025 nun erstmals im Hauptboot — direkt im Duell mit ihrer Schwester.

Mit Antonia Galland sitzt eine weitere deutsche Athletin im Cambridge-Boot, die 2024 bei der U23-Weltmeisterschaft Bronze im Achter gewann.

Auch im Männerrennen ist Deutschland prominent vertreten: Frederik „Freddy“ Breuer von der Bonner RG sitzt für Cambridge auf der Schlüsselposition des Schlagmanns. Der Deutschland-Achter-Ruderer, der bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 den vierten Platz belegte, ist der erste Deutsche auf dieser Position seit 2005.

Zusätzlich gehen in den Reserve-Crews drei weitere Deutsche an den Start: Mathilda Kitzmann, Alexander Finger und Leonhard Brahms.

 

Wettquoten klar verteilt – zumindest bei den Männern

Ein Blick auf die Wettquoten zeigt ein klares Bild: Im Männerrennen gilt Cambridge mit einer Quote von 1/7 als deutlicher Favorit, während Oxford mit 4/1 in die Außenseiterrolle gedrängt wird. Im Frauenrennen ist die Ausgangslage deutlich offener. Oxford wird mit 2/5 leicht favorisiert, doch Cambridge bleibt mit 15/8 in unmittelbarer Schlagdistanz. Ein Unentschieden („Dead Heat“) wird in beiden Rennen mit 100/1 als äußerst unwahrscheinlich eingeschätzt.

 

Historische Zahlen und große Bühne

Das Rennen wird auf dem legendären Championship Course über 6,8 Kilometer von Putney nach Mortlake ausgetragen — eine Strecke, die taktisches Geschick, perfekte Technik und mentale Stärke erfordert.

Cambridge geht mit einem historischen Vorsprung in beide Rennen:
Bei den Frauen führen die Light Blues mit 49:30, bei den Männern mit 88:81.

 

Renninfos auf einen Blick

  • Datum: Samstag, 4. April 2026
  • Strecke: Championship Course, Putney → Mortlake (London)
  • Distanz: 6,8 km (4,25 Meilen)
  • Start Frauen: 14:21 Uhr (BST) / 15:21 Uhr (MEZ)
  • Start Männer: 15:21 Uhr (BST) / 16:21 Uhr (MEZ)

 

Live dabei sein

Das traditionsreiche Duell zwischen Oxford und Cambridge wird live auf Olympics.com über den Olympic Channel übertragen (je nach Region mit möglichem Geo-Blocking).