Das große Finale um die Titel am Sonntag steigt bei Regen, Blitz und Donner
Wunderbares Frühlingswetter und viele packende Rennen machten den zweiten Tag der deutschen Kleinboot-Meisterschaft in München zu einem Erlebnis. Auch für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und den neuen Münchner OB Dominik Krause, die zu einem Besuch an die alte und vielleicht neue Olympia-Strecke kamen, die zudem auch manchen Badegast anzog. Am Schlusstag wird es allerdings mit dem Sonnenschein vorbei sein. Der vorhergesagte Regen mit Gewitter veranlasste die Rennleitung, den Beginn am Sonntag auf 10.45 Uhr vorzuverlegen und die Pausen zu verringern. Vergeben werden dann auch die Titel im Leichtgewicht und im Para-Rudern.
Die Finalisten im A-Bereich stehen fest. Bei den Männern kämpfen am Sonntag (11.21 Uhr) im Einer Oliver Zeidler, Titelverteidiger Marc Weber, Arno Gaus, Felix Heinrich, Jonas Gelsen und Ole Hohensee um Meisterkette und Siegespodest. Bei den Frauen setzten sich in den beiden Halbfinals Titelverteidigerin Aurelia Janzen, Alexandra Föster, Johanna Debus, Frauke Hundeling, Juliane Faralisch und Tabea Schendekehl durch. Das Finale steigt am Sonntag um 11:09 Uhr.
Föster und Janzen gewinnen die Frauen-Halbfinals
Im ersten Halbfinale der Frauen sah es an der 1500-Meter-Marke nach einer Überraschung aus, denn Johanna Debus lag hauchdünn vor Juliane Farlisch. Doch die drittplatzierte Alexandra Föster zeigte ihre ganze Klasse, hielt das Tempo hoch und setzte sich ab mit am Ende 3,0 Sekunden vor der Zweitplatzierten Johanna Debus, die ihren Aufwärtstrend in München bestätigt. 3,17 Sekunden nach Föster kam Mitfavoritin Juliane Faralisch ins Ziel und als Dritte ebenfalls ins Finale. Im B-Finale geht es am Sonntag für Lisa Gutfleisch, Pia Greiten und Charlotte Burgdorf auf den Plätzen vier bis sechs weiter.
Im zweiten Halbfinale der Frauen gelang Aurelia Janzen ein schnelles Rennen und ein Start-Ziel-Sieg. Hinter der Deutsch-Schweizerin holten sich Frauke Hundeling und Tabea Schendekehl die Plätze zwei und drei und die A-Final-Teilnahme. Auch in diesem Rennen standen die ersten Drei schon nach 1500 Metern fest. Im B-Finale antreten werden am Sonntag die Viertplatzierte Maren Völz, Sarah Wibberenz auf Rang fünf und Katharina Bauer, die Sechste wurde.
Zeidler und Weber in den Männer-Einern vorne
Frühzeitig klare Verhältnisse, wer ins A-Finale einziehen würde, gab es im ersten Halbfinale des Männer-Einers. Marc Weber wurde seiner Mitfavoritenrolle gerecht und gewann das Rennen mit 1,34 Sekunden Vorsprung auf Felix Heinrich und 3,23 Sekunden auf Ole Hohensee. Oliver Holtz lag nach 500 und 1000 Metern in Führung, auf der dritten Teilstrecke war sein Tank aber leer und er musste sich mit großem Rückstand mit Rang vier begnügen. Holtz schließt die Meisterschaft am Sonntag ebenso wie der Fünftplatzierte Moritz Küpper und der Sechstplatzierte Til Schindelhauer mit dem B-Finale ab.
Ganz überlegen gewann Oliver Zeidler das zweite Halbfinale und zeigte, über wen der Weg zur Meisterkette am Sonntag führen wird. Arno Gaus ruderte mit 5,61 Sekunden Rückstand auf Rang zwei und demonstrierte, wie gut sich das ehemalige Leichtgewicht im schweren Bereich etabliert hat. Schon im Viertelfinale war er am Ende noch auf Rang zwei gefahren. Auch Jonas Gelsen, der mit 8,74 Sekunden Rückstand auf Zeidler Dritter wurde, aber wohl noch Reserven hat, steht damit im A-Finale. Für Mats Schmied (4.), Tom Gränitz (5.) und Timo Strache (6.) blieben die Plätze und damit die Teilnahme am B-Finale um die Ränge sieben bis zwölf.
Halbfinals im Frauen-Zweier frühzeitig entschieden
Auch im Frauen-Zweier stehen die sechs Boote fest, die am Sonntag (11:57 Uhr) im A-Finale um den Sieg kämpfen. Annabelle und Luise Bachmann, Lene Mührs/Hannah Reif, Anna Härtl/Nora Peuser, Helena Wegener/Lanea Rüter, Lene Holkenbrink/Raphaela Werner und Lena Gresens/Michelle Lebahn setzten sich in den beiden Halbfinals sicher gegen die Konkurrentinnen durch.
Die Bachmann-Schwestern hatten sich durch den Sieg im Hoffnungslauf für das Halbfinale qualifiziert und ließen dort einen überlegenen Start-Ziel-Sieg folgen. Anna Härtl und Nora Peuser arbeiteten sich mit der schnellsten Zeit auf der zweiten Streckenhälfte von Rang fünf auf Position zwei nach vorne. Freuen durfte sich erneut der U23-Zweier mit Holkenbrink/Werner, den Rang drei ins A-Finale brachte. Im zweiten Semifinale waren Mührs/Reif der Konkurrenz hoch überlegen. Über neun Sekunden Vorsprung hatten Beide bei ihrem Sieg vor den Zweitplatzierten Wegener/Rüter, Dritte wurden Gresens/Lebahn.
Das B-Finale bestreiten am Sonntag Tabea Koop/Florentina Riffel, Leandra Hogrefe/Paula Gerundt (jeweils 4.), Lisa Behrens/Tabea Kuhnert, Sara Grauer/Alina Grüner (jeweils 5.) , die durch ihren Start für Oxford und Cambridge bekannt gewordenen Schwestern Mia und Lilli Freischem sowie Melisa Mujic/Marie Gelbert (beide 6.)
Das Halbfinale im Frauen-Zweier musste ohne Paula Hartmann und Olivia Clotten stattfinden. Beide leiden unter einem Infekt und zogen deshalb für den Hoffnungslauf zurück. Bereits im Vorlauf am Freitag hatte sich der Infekt der Beiden negativ bemerkbar gemacht.
Fünf Dortmunder Boote im Zweier-Finale
Ganz klare Ergebnisse lieferten die beiden Halbfinals im Männer-Zweier. Paul Klapperich und Theis Hagemeister, Leonard Brahms und Frederic Breuer (jeweils Sieger), Benedict Eggeling und Jasper Angl, Olaf Roggensack und Mattes Schönherr (jeweils Zweitplatzierte), Wolf-Niclas Schröder und René Schmela sowie Tobias Strangemann und Tassilo von Müller (jeweils Drittplatzierte) sind die Boote, die souverän ins A-Finale am Sonntag (12:09 Uhr) fuhren.
Für Lino Zastrow/Julius Kaim, Max John/Ben Gebauer (jeweils 4.), Carl Sgonina/Vincent Kuhn, Leon Gronbach/Justus Beckmann (jeweils 5.), Ole Hanack/Laurits Follert und Georg Rieck/Jakob Knapp (jeweils 6.). geht es im B-Finale weiter.
So liefen die Viertelfinals am Samstagmorgen
Top in Form zeigten sich die Favoriten in den Einer-Viertelfinals der Frauen und Männer bei der deutschen Kleinboot-Meisterschaft am Samstagvormittag in München. Bei den Frauen holte sich Alexandra Föster Selbstvertrauen mit ihrem Sieg vor Tabea Schendekehl und Titelverteidigerin Aurelia Janzen. Juliana Faralisch, Frauke Hundeling und Maren Völz, die Lisa Gutfleisch hinter sich ließ, gewannen ihre Viertelfinals ebenfalls. Bei den Männern ließen sich Felix Heinrich, Marc Weber, Oliver Zeidler und Jonas Gelsen den Sieg nicht nehmen. Alle Reserven mobilisierten im Endspurt Till Schindelhauer, der als Vorlauf-Dritter noch ins Halbfinale rutschte, und Arno Gaus, der sogar noch auf den zweiten Rang nach vorne ruderte.
Die erwartet harten Auseinandersetzungen brachte das Viertelfinale der Männer-Zweier. Sechs der elf Boote aus dem Riemen-Stützpunkt Dortmund kamen durch und stehen am Samstagnachmittag im Halbfinale. Besonders spannend war der Kampf um die ersten drei Plätze im letzten der vier Viertelfinals. Ole Hanack/Laurits Follert retteten sich mit einer Zehntelsekunde vor Julian Garth/Simon Schubert über den Zielstrich und verteidigen so Rang drei und die Halbfinalteilnahme. Laufsiege feierten Paul Klapperich/Theis Hagemeister, Leonard Brahms/Frederik Breuer, Benedict Eggeling/Jasper Angl und Olaf Roggensack/Mattes Schönherr. Mit der Teilnahme am Halbfinale haben sich Lino Zastrow/Julius Kaim, Leon Gronbach/Justus Beckmann, Georg Rieck/Jakob Knapp und Carl Sgonina/Vinzent Kuhn schon gut in Szene gesetzt.