Deutsche Jahrgangsmeisterschaften Rudern 2026 müssen nach Krefeld verlegt werden
Der Deutsche Ruderverband (DRV) hat gemeinsam mit dem ausrichtenden Essener Ruder-Regattaverein (ERRV) entschieden, die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2026 kurzfristig vom Baldeneysee in Essen an den Elfrather See in Krefeld zu verlegen. Die Veranstaltung wird weiterhin vom ERRV in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Crefelder Ruderclub ausgerichtet. Zusätzliche infrastrukturelle Unterstützung erfolgt durch den Heidelberger Regattaverband, der eine weitere Startbrücke zur Verfügung stellt.
Hintergrund der Entscheidung ist die außergewöhnlich starke Ausbreitung einer Wasserpflanze auf dem unteren Baldeneysee. Nach Angaben des Ruhrverbands handelt es sich um Laichkraut, das sich in den vergangenen Wochen großflächig ausgebreitet und teilweise über bereits vorhandene Wasserpflanzenbestände gelegt hat. Besonders betroffen ist der Bereich zwischen 1.200 und 2.000 Metern der Regattastrecke.
Die neue Vegetation stellt die Verantwortlichen vor erhebliche und unvorhersehbare Herausforderungen. Aufgrund ihrer faserigen Struktur ist sie deutlich schwieriger zu mähen und zu entfernen als bisher bekannte Wasserpflanzen. Gleichzeitig kann das Wachstum bei günstigen Witterungsbedingungen innerhalb kurzer Zeit stark zunehmen. Eine verlässliche Prognose über die Entwicklung bis zum Meisterschaftszeitraum war daher nicht möglich.
„Für den Deutschen Ruderverband steht die Gewährleistung fairer und gleicher Wettkampfbedingungen für alle Sportlerinnen und Sportler an erster Stelle. Nach sorgfältiger Prüfung aller Optionen sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Verlegung nach Krefeld die größte Planungssicherheit für Athletinnen, Athleten, Vereine und Veranstalter bietet“, erklärt Sina Burmeister, Vorständin Jugend des Deutschen Ruderverbands.
Robert Sens, Vorstand Sport, betont nochmals die Relevanz der 2000mStreckenlänge für die Bildung der Nationalmannschaften: „Eine derart kurzfristige Änderung der Streckenlänge würde das Bild der U19 und U23Nationalmannschaften deutlich verändern.’'
In der vergangenen Woche wurden verschiedene Szenarien intensiv geprüft. Die Entscheidung zur Verlegung wurde erst getroffen, nachdem deutlich geworden war, dass die sportlich notwendigen Rahmenbedingungen auf der gesamten Regattastrecke in Essen nicht mit ausreichender Sicherheit und Fairness gewährleistet werden können.
Der DRV bedankt sich ausdrücklich beim Essener Ruder-Regattaverein für die offene Kommunikation, die intensive Arbeit zur Sicherstellung der Regatta sowie die Bereitschaft, die Meisterschaften trotz des Standortwechsels organisatorisch weiter zu begleiten. Ebenso gilt der Dank den Verantwortlichen in Krefeld und Heidelberg für ihre kurzfristige Unterstützung und ihre Bereitschaft, zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Weitere organisatorische Informationen zur Durchführung in Krefeld werden in den kommenden Tagen veröffentlicht.