13. Aug. 2026 | Hochschule | von Heiner Schwartz

Deutsches Hochschulteam mit kompakter Mannschaft zur WUC nach Kanada

Deutsches Hochschulteam mit kompakter Mannschaft zur WUC nach Kanada

Vom 13. bis 15. August 2026 finden in London, Ontario, die FISU World University Championship Rowing statt. Die kanadische Gastgeberstadt und die Western University erwarten Teams aus aller Welt zu den Studierenden-Weltmeisterschaften. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) reist mit einer kompakten und leistungsstarken Mannschaft nach Kanada und ist in allenBootsklassen vertreten.

Die deutschen Boote

M1x – Tom Gränitz
Tom Gränitz geht im Männer-Einer in einem 11-Boote-Feld an den Start. Nach Platz fünf bei der letztjährigen Weltmeisterschaft im Doppelvierer zählt er zu den aussichtsreichen deutschen Startern.

M2x – Til Schindelhauer / Timo Strache
Til Schindelhauer und Timo Strache bilden den Doppelzweier und saßen bereits bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr gemeinsam im Boot. Strache bringt zudem internationale Erfolge aus dem U23-Bereich mit: 2024 wurde er Weltmeister im Einer, 2025 gewann er U23-WM-Silber im Doppelzweier.Sie treffen auf 11 andere Doppelzweier.

W1x – Ricarda Heuser
Ricarda Heuser vertritt Deutschland im Frauen-Einer im stärksten Meldefeld mit 14 Booten. In dieser Saison sammelte sie bereits internationale Erfahrung beim Weltcup in Sevilla im Vierer ohne Steuerfrau.

W2x– Lena Wölke / Rianne Lagerpusch
Lena Wölke und Rianne Lagerpusch bilden den deutschen Frauen-Doppelzweier und stoßen in Kanada auf 10 Gegnerinnen. Beide kennen sich bereits aus dem gemeinsamen U23-Doppelvierer, mit dem sie international eine Medaille gewinnen konnten.

Mixed 4x – Lena Wölke / Rianne Lagerpusch / Til Schindelhauer / Timo Strache
Im Mixed-Doppelvierer gehen Lena Wölke, Rianne Lagerpusch, Til Schindelhauer und Timo Strache gemeinsam an den Start.

M2- – Simon Schubert / Kaspar Virnekäs
Simon Schubert und Kaspar Virnekäs waren bereits 2024 bei der WUC in Rotterdam dabei. Im vergangenen Jahr starteten sie zudem gemeinsam bei der Weltmeisterschaft und bringen damit viel internationale Erfahrung in den Zweier ohne mit, die sie in einem 11-Boote-Feld unter Beweis stellen können.

M4- – Sven Achterfeld / Friedrich Amelingmeyer / Julian Garth / Paul Martin
Sven Achterfeld, Friedrich Amelingmeyer, Julian Garth und Paul Martin bilden den Männer-Vierer ohne. Amelingmeyer war bereits 2025 bei den Weltmeisterschaften in dieser Bootsklasse am Start.

M8+ – Tom Tewes / Leo Fischer / Simon Schubert / Kaspar Virnekäs / Sven Achterfeld / Friedrich Amelingmeyer / Julian Garth / Paul Martin / Stf. Nathalie Šendjuk
Im Männer-Achter bündelt das deutsche Team die Aktiven aus Zweier und Vierer. Komplettiert wird die Crew durch Leo Fischer und Tom Tewes. Gesteuert wird das Boot von Nathalie Šendjuk, die erst vor zwei Wochen U23-Weltmeisterin im Leichtgewichts-Einer wurde.

W2- – Paula Gerundt / Leandra Hogrefe
Paula Gerundt und Leandra Hogrefe gehen gemeinsam im Frauen-Zweier ohne an den Start. Beide waren in diesem Jahr bereits beim Weltcup in Sevilla im Einsatz und haben hier die Möglichkeit ihr Können gegen 10 Gegnerinnen zu zeigen. 

W4- – Frederike Patorra / Charlotte Ebel / Lena Gresens / Mathilda Kitzmann
Frederike Patorra, Charlotte Ebel, Lena Gresens und Mathilda Kitzmann starten im Frauen-Vierer ohne. Gresens bringt Weltcup-Erfahrung mit, Ebel und Kitzmann waren zudem für Cambridge beim traditionsreichen Boat Race im Einsatz. In einem stark besetzten Feld mit insgesamt 10 Booten sind spannende Rennen zu erwarten. 

W8+ – Lanea Rüter / Ricarda Heuser / Paula Gerundt / Leandra Hogrefe / Frederike Patorra / Charlotte Ebel / Lena Gresens / Mathilda Kitzmann / Stf. Nathalie Šendjuk
Der Frauen-Achter setzt aus den Aktiven des Frauen-Zweiers, Frauen-Vierers und Frauen-Einers zusammen, die in Kanada im Doppelstart antreten. Lanea Rüter komplettiert die Crew und bringt einen aktuellen internationalen Erfolg mit: Vor zwei Wochen gewann sie bei der U23-WM Bronze im Achter. Gesteuert wird das Boot wie der Männer-Achter von Nathalie Šendjuk.

Erfahrenes und junges Trainerteam

Begleitet wird die Mannschaft von einem vierköpfigen Trainerteam sowie der Delegationsleiterin Louisa Schuck vom adh, das unterschiedliche Perspektiven und viel Erfahrung aus dem Hochschul- und Leistungssport mitbringt.

Heiner Schwartz war selbst 2013 Universiade-Teilnehmer, begleitete 2016 seine erste WUC als Trainer und ist seit 2020 einer der Disziplinchefs Rudern im adh. Er freut sich darauf, die deutsche Mannschaft erneut bei einer internationalen Studierendenmeisterschaft zu begleiten und ist insbesondere auf die Erfahrungen mit den offensiv genutzten Doppelstarts gespannt. Vor Ort betreut er den Männer-Einer sowie den Männer-Doppelzweier.

Julia Leiding ist erstmals als Disziplinchefin bei einer WUC dabei, kennt den internationalen Hochschulsport aus unterschiedlichen Perspektiven. Als Aktive nahm sie mehrfach an WUCs teil und wurde 2016 Studierenden-Weltmeisterin im Einer; seit 2020 engagierte sie sich unter anderem als Aktivensprecherin und Trainerin im adh. In Kanada betreut sie den Frauen-Doppelzweier sowie den Mixed-Doppelvierer.

Ralf Bockelmann gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Trainern des deutschen Hochschulruderns. Bei WUCs und World University Games hat er zahlreiche Generationen aufstrebender Athletinnen und Athleten begleitet und feiert in Kanada sein „Comeback vom Comeback“. Er betreut den Frauen-Achter sowie die weiteren Frauen-Riemenboote und den Frauen Einer.

Jana Peters komplettiert das Team als junge aufstrebendeTrainerin und Sportstudentin. Bei ihrer ersten WUC möchte sie mit ihren Mannschaften möglichst weit nach vorne fahren und internationale Erfahrung sammeln. Sie betreut die männlichen Riemenboote und begleitete deren Vorbereitung am Bundesstützpunkt in Dortmund.

Medaillen, Entwicklung und Doppelstarts

Das deutsche Team möchte mit einer kompakten, schlagkräftigen Mannschaft möglichst viele Medaillenchancen nutzen und gleichzeitig den Aktiven hochwertige internationale Rennen ermöglichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Doppelstarts: Sie könnten angesichts der Entwicklung des internationalen Rudersports künftig auch im olympischen Bereich deutlich größere Bedeutung bekommen – ein Szenario, mit dem deutsche Athletinnen und Athleten bislang vergleichsweise wenig Erfahrung haben.

Neben den Ergebnissen steht deshalb auch die Entwicklung zukünftiger A-Kader-Athletinnen und -Athleten im Mittelpunkt. Dass der Hochschulsport dabei ein wichtiger Baustein auf dem Weg in die internationale Spitze sein kann, zeigt auch die kommende Ruder-Weltmeisterschaft in Amsterdam: Dort werden zwei Wochen später 14 ehemalige WUC- beziehungsweise World-University-Games-Teilnehmende aus Deutschland an den Start gehen.