03. Aug. 2026 | Jugend | von Deutsche Ruderjugend

DRJ-Finals Camp Hannover: Wo Spitzensport auf Ruderjugend trifft

Stell dir Olympische Spiele vor – nur kompakter, mitten in Deutschland und absolut hautnah: Das sind Die Finals! An einem einzigen langen Wochenende kämpfen Deutschlands beste Athletinnen und Athleten gleichzeitig in über 20 Sportarten um die Deutschen Meisterschaften. Wir als Deutsche Ruderjugend haben uns gedacht: Das ist die perfekte Möglichkeit, sportbegeisterten Ruderern eine tolle Woche zu ermöglichen! Deshalb haben wir das Finals Camp Hannover ausgerichtet.

Das Camp dauerte 6 Tage, wobei der erste Tag nur als Anreisetag diente. Den ersten Actiontag starteten wir mit einer Rudereinheit auf dem Maschsee, von wo aus wir die letzten Vorbereitungen für die Eröffnungsfeier vom Wasser aus beobachten konnten. Nach dem Mittagessen machten wir einen Ausflug in die Geschäftsstelle der Ruderjugend. Dort wurden wir sehr freundlich willkommen geheißen, durch die Räumlichkeiten geführt und einander vorgestellt. Wir bekamen sogar alle einheitliche T-Shirts 😉. Dann mussten wir uns aber beeilen, um nicht zu spät zur Eröffnungsfeier zu kommen. Zum Glück ergatterten wir einen guten Platz am Wasser mit perfektem Blick auf die Bühne, die auf dem Maschsee aufgebaut war. Bei der Eröffnungsfeier wurden die verschiedenen Sportarten kurz vorgestellt – teilweise sogar mit kleinen Showeinlagen. Nach den Präsentationen wurden die Finals und das Maschseefest (ein jährliches Fest in Hannover mit vielen Essens- und Getränkeständen am Ufer) mit einem lauten Knall und einer Farbfontäne hinter der Bühne offiziell eröffnet. Für uns hieß es danach erst einmal: Über das Maschseefest schlendern und die verschiedenen Essensstände ausprobieren.

Damit auch wirklich alle ausgelastet waren, fuhren wir nach dem Abendessen noch zum Padeltennis. Leider hatte es auf der Autofahrt geregnet, sodass der Platz nass war – was unsere Motivation aber nicht merklich dämpfte. Somit war der erste „richtige“ Tag auch schon vorbei.

Am Donnerstag machten wir uns alle nach dem Frühstück in der Jugendherberge auf den Weg zum Mehrkampf der Männer im Geräteturnen. Wir kamen genau rechtzeitig an, um das Einlaufen der Sportler in die Arena zu sehen. Besonders cool war, dass auf einem riesigen Bildschirm immer angezeigt wurde, welcher Sportler gerade an welchem Gerät turnt, wie viele Punkte er erreicht hat usw. Dadurch konnten auch wir, die eher weniger mit Turnen am Hut haben, super mitfiebern und den Überblick behalten. So verflog der Vormittag wie im Flug und wir mussten uns schon beeilen, um pünktlich nach dem Mittagessen am Rugby-Stadion zu sein und Rudi beim Maskottchenrennen zu vertreten. Der Rugbyverband hatte sich für die Pause zwischen Halbfinals und Finals nämlich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie luden die Maskottchen der verschiedenen Sportarten zu einem Wettrennen ein, und Rudi (der Delfin der Ruderjugend) durfte mitmachen. Rudi, der sonst eher weniger Land unter den Füßen gewohnt ist, war aber mit dem ruderischen Ehrgeiz gesegnet und fest entschlossen, das Rennen für sich zu entscheiden. Ganz nach Ruderer-Art legte er einen souveränen Start-Ziel-Sieg hin und gewann glorreich. Damit war der Tag gerettet und Rudi wurde ordentlich gefeiert.

Nach dem Wettrennen zog es Rudi noch auf die Fanmeile, wo wir ihn natürlich begleiteten. Die Fanmeile der Finals ist eine Straße, auf der die verschiedenen Sportverbände, diverse Vereine aus Hannover und fördernde Firmen unterschiedlichste Stände aufgebaut haben, an denen man ganz viele verschiedene Sportchallenges absolvieren kann. Das weckte bei allen Teilnehmenden des Camps ordentlich den Ehrgeiz – der eine oder andere Tagesrekord wurde hier gebrochen. Nach dem Schlendern über die Fanmeile zog es uns weiter auf den Opernplatz, wo Stabhochsprung angesagt war. Hier war vor lauter Zuschauern zwar die Hölle los, aber die Stimmung war mega. Dadurch, dass die Stabhochsprunganlage erhöht aufgebaut war, konnte man die Sportler aus fast jedem Winkel gut im Anlauf und beim Sprung beobachten. Die Zeit verging auch hier wie im Flug. Weil wir eh schon in der Stadt waren, machten wir direkt vor Ort Abendessen und fuhren danach zum Bouldern. Somit war auch der zweite Tag des Finalscamps schon wieder vorbei.

Am dritten Tag (Freitag) fuhren wir nach dem Frühstück erst einmal mit dem Auto aus Hannover raus, denn wir wollten ans Meer. Na gut, nicht ans richtige Meer, sondern nur ans Steinhuder Meer – aber fast! Dort fanden nämlich alle Coastal-Rowing-Wettbewerbe statt. Steinhude ist eine kleine, etwas außerhalb gelegene Kleinstadt, ca. 40 Minuten von Hannover entfernt. Als wir am Strand ankamen, spürte man sofort die packende Atmosphäre des BeachSprints. Die BeachSprint-Arena war zwar noch nicht komplett mit Zuschauern gefüllt, aber die Anwesenden waren begeistert – und das steckte an. Schon nach kurzer Zeit fieberten wir wie verrückt mit. In der Mittags- und Umbaupause der BeachSprint-Rennen durften wir unter Anleitung und Betreuung sogar selber mal ins Coastal-Boot steigen. Das begeisterte den einen oder anderen Teilnehmer so sehr, dass sie gar nicht mehr aufhören wollten. Nach dem Mittagessen in Steinhude schauten wir uns die Finalrennen der Olympischen Bootsklassen an. Da diese live im TV übertragen wurden, waren auch sehr viel mehr Zuschauer vor Ort; es baute sich eine richtige Zuschauerwand auf. Nach den Einer-, Doppelzweier- und sogar Doppelvierer-Rennen war der Finaltag beim Coastal Rowing vorbei. Während die Verantwortlichen abbauten, gab es für uns noch ein kleines Abendessen, bevor wir in einen Trampolinpark fuhren, damit die Teilnehmenden auch noch das letzte Quäntchen Energie raustoben konnten.

Der Samstag begann nach dem Frühstück mit einem Spaziergang zum Maschsee, um die Ruderrennen hautnah zu verfolgen: Achter anfeuern, Füße ins Wasser hängen lassen, Ruderboote vorbeidüsen sehen – einfach gut. Die Zeit verging schneller, als man gucken konnte, und schon waren die Rennen vorbei. Nach dem Mittagessen schlenderten wir nochmal über die Fanmeile und staubten das eine oder andere Goodie ab. Das eigentliche Ziel war aber der Stand des DRV, wo man auf dem Ergometer gegen Sportler aus dem Deutschlandachter antreten konnte. Das wollten sich die Teilnehmenden natürlich nicht entgehen lassen, gaben ihr Allerbestes und gewannen teilweise sogar 😉. Als Belohnung gab es noch mehr Merchandise vom DRV und der DRJ. Es hatte sich also wirklich gelohnt! Auch hier verflog die Zeit im Nu und der Hunger meldete sich schneller als erwartet. Zum Abendessen ging es noch einmal in die Stadt, und als wir zurück in die Unterkunft schlenderten, war es auch schon Schlafenszeit.

Am letzten Tag war nur noch ein gemeinsames Frühstück geplant, danach wurden die Teilnehmenden verabschiedet. Während die einen schon nach Hause fuhren, konnten sich die anderen gar nicht von den Finals trennen und verbrachten noch den ganzen Tag in Hannover. Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung: Sowohl Die Finals als auch das Finals Camp der Deutschen Ruderjugend.