07. Aug. 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

DRV-Nachwuchs überzeugt am zweiten Wettkampftag – beide Doppelvierer gewinnen ihre Halbfinals

6 Bilder

Die deutsche U19-Nationalmannschaft hat am Freitag bei den Weltmeisterschaften in Plovdiv mehrere Ausrufezeichen gesetzt. Vier DRV-Boote erreichten das A-Finale, darunter beide Doppelvierer mit überzeugenden Halbfinalsiegen. Auch im Junioren-Zweier ohne und im Juniorinnen-Doppelzweier gelang der Sprung in den Endlauf. In den Einern qualifizierten sich Leoni Hauschild und Oskar Müller für das Halbfinale. Bei den Viertel- und Halbfinals erreichten jeweils die ersten drei Boote die nächste Runde beziehungsweise das A-Finale.


Wechselbad der Gefühle

U19-Bundestrainer Paul Zander:„Insgesamt war es ein Tag mit einem Wechselbad der Gefühle. Wir haben viele gute und einige sehr gute Leistungen gesehen. Unsere beiden Einer haben sich souverän für das Halbfinale qualifiziert und dort aussichtsreiche Chancen auf den Einzug ins Finale.

Ein starkes Rennen zeigte der Junioren-Zweier ohne, der sein Halbfinale gewinnen konnte. Auch wenn der zweite Lauf etwas schneller war, war das ein wichtiger nächster Schritt. Jetzt wollen die beiden auch im Finale in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Der Juniorinnen-Doppelzweier ohne belegte im Halbfinale den zweiten Platz hinter den neutralen Athletinnen. Bei der Europameisterschaft lagen noch sechs Sekunden zwischen beiden Booten, heute war es weniger als eine Sekunde. In diesem sehr engen Feld ist im Finale einiges möglich.

Ein tolles Rennen zeigte auch der Juniorinnen-Doppelvierer. Die beiden haben die amtierenden Weltmeisterinnen aus Polen knapp geschlagen und sich damit viel Selbstvertrauen für das Finale geholt. Deutschland, Polen, Tschechien und Rumänien werden dort voraussichtlich um die drei Medaillen kämpfen. Ich bin optimistisch, dass wir eine wichtige Rolle spielen können.

Auch der Junioren-Doppelvierer hat einen souveränen und starken Auftritt gezeigt. Die Briten und Italiener waren im anderen Lauf etwas schneller, dazu kommen starke Polen und Franzosen. Wir haben aber das nötige Selbstvertrauen, um das Finale offensiv anzugehen und um die Medaillen zu kämpfen. Der Juniorinnen-Vierer ohne konnte seine Weltmeisterschaft zudem mit einer guten Leistung und einem positiven Ergebnis abschließen.

Auf der anderen Seite haben drei Boote das A-Finale knapp verpasst. Der Junioren-Vierer ohne schied mit der sechstschnellsten Zeit und einem Rückstand von lediglich rund einer halben Sekunde auf den Finalplatz aus. Ähnlich knapp war es für den Juniorinnen-Zweier ohne. Das ist natürlich sehr ärgerlich. Der Junioren-Doppelzweier hat gekämpft, konnte den Abstand zu den vorderen Booten aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Für diese Mannschaften geht es jetzt darum, in den B-Finals die bestmöglichen Platzierungen zu erreichen. Einige Athletinnen und Athleten erhalten am Sonntag zudem noch einmal eine Chance in den Mixed-Bootsklassen.

Wir freuen uns über unsere zahlreichen A-Final-Teilnahmen und darüber, in vielen Bootsklassen um die vorderen Plätze und Medaillen mitkämpfen zu können. Gleichzeitig sind wir natürlich etwas enttäuscht über die knapp verpassten Finals. Ein ganz großes Kompliment geht an das gesamte Trainerteam. Es ist großes Kino, wie sich die Kolleginnen und Kollegen gegenseitig unterstützen und wie viele deutsche Trainer unsere Boote an der Strecke begleiten. Diese mannschaftliche Geschlossenheit werden wir auch an den kommenden beiden Tagen brauchen.“


 

Hauschild und Müller erreichen die Halbfinals

Leoni Hauschild (SC Magdeburg) zeigte im zweiten Viertelfinale des Juniorinnen-Einers ein starkes Rennen. Von Bahn drei aus musste sie sich lediglich der italienischen Europameisterin Alizee Ribolzi geschlagen geben. Mit dem zweiten Platz sicherte sich Hauschild souverän die Qualifikation für das Halbfinale.

Auch Oskar Müller (RV Wandsbek) setzte seine überzeugenden Auftritte im Junioren-Einer fort. Im vierten Viertelfinale kontrollierte er das Rennen gegen den US-Amerikaner Porter Collins. Ein Este kam im Rennverlauf noch einmal stark auf, konnte seine Geschwindigkeit auf dem letzten Streckenviertel jedoch nicht halten. Müller gewann das Viertelfinale souverän und zog mit einer weiteren starken Vorstellung ins Halbfinale ein.


 

Kohlbach und Brell gewinnen ihr Halbfinale

Jan Kohlbach und Niclas Brell (beide Hallesche-Rvg. Böllberg u. Nelson) stehen im A-Finale des Junioren-Zweiers ohne. Das deutsche Duo steigerte sich im ersten Halbfinale insbesondere auf der zweiten Streckenhälfte und übernahm mit einer starken Leistung die Kontrolle. Kohlbach und Brell gewannen das Rennen und gehen damit mit viel Selbstvertrauen in den Kampf um die Medaillen.

Im Juniorinnen-Zweier ohne verpassten Maria Pesch und Charlotte Paulat (beide Alster-RV Hanseat von 1925) den Einzug ins A-Finale. Die beiden Deutschen lieferten sich ein intensives Rennen mit den stark spurtenden Litauerinnen, konnten den entscheidenden dritten Platz jedoch nicht mehr erreichen. Für Pesch und Paulat geht es nun im B-Finale um die Plätze sieben bis zwölf.


Starker Endspurt bringt van Beek und Tibitanzl ins Finale

Maike van Beek (RRG Mülheim) und Helena Tibitanzl (Frankfurter RG „Germania“ 1869) ließen sich im ersten Halbfinale des Juniorinnen-Doppelzweiers auch von der anfänglichen Führung des unter neutraler Flagge startenden Duos nicht aus der Ruhe bringen. Das deutsche Boot arbeitete sich im Rennverlauf immer weiter heran und setzte auf den letzten Metern zu einem kraftvollen Endspurt an. Van Beek und Tibitanzl kamen dem Sieg noch einmal sehr nahe und belegten schließlich den zweiten Platz. Damit steht der deutsche Doppelzweier im A-Finale. 

Jan Bornemann (Mainzer RV von 1878) und Aron Schäfer (Bernkasteler RV 1874) trafen im ersten Halbfinale des Junioren-Doppelzweiers auf ein außergewöhnlich starkes Feld. Die Boote aus der Türkei und Neuseeland sowie die unter neutraler Flagge startenden Athleten waren an diesem Tag nicht zu schlagen. Bornemann und Schäfer belegten den fünften Platz und verpassten damit das A-Finale. Angesichts der hohen Leistungsdichte in der mit 33 Booten besetzten Klasse ist der Auftritt des deutschen Duos dennoch hoch einzuschätzen. Im B-Finale kämpfen sie nun um die bestmögliche Platzierung.

Junioren-Vierer verpasst A-Finale hauchdünn

Yoan Ivanov (ARV Hanseat), Ole Tietz (RC Potsdam), Jonas Holst (WSV Königs Wusterhausen) und Henrik Möller (RG „Hansa“) haben den Einzug ins A-Finale denkbar knapp verpasst. In einem hochklassig besetzten zweiten Halbfinale belegte der deutsche Junioren-Vierer ohne den vierten Platz. Großbritannien gewann das sehr enge Rennen vor den USA und Italien. Diese drei Boote sicherten sich die Finaltickets und treffen am Wochenende erneut aufeinander. Für das deutsche Quartett geht es nun im B-Finale um die Plätze sieben bis zwölf.

 


Beide deutschen Doppelvierer mit Halbfinalsiegen

Für einen der Höhepunkte des Tages sorgten Elena Schweisthal (Bernkasteler RV 1874), Maja Meerbach (Rostocker RC von 1885), Kaya Wölk (Alster-RV Hanseat von 1925) und Greta Amort (Lübecker RG von 1885). Der deutsche Juniorinnen-Doppelvierer gewann das zweite Halbfinale in Tagesbestzeit und unterstrich damit eindrucksvoll seine Medaillenambitionen. Das Quartett zieht als eines der schnellsten Boote des Feldes in das A-Finale ein. 

Ebenso souverän präsentierte sich der Junioren-Doppelvierer mit Philipp Prüfer (USV TU Dresden), Jakob Gelsen (Frankfurter RG „Germania“ 1869), Anori Benz (RG München 1972) und Christopher tom Wörden (TSV Otterndorf von 1862). Das deutsche Boot setzte sich direkt nach dem Start an die Spitze und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Nach diesem überzeugenden Start-Ziel-Sieg warten im A-Finale vor allem Großbritannien und Italien als voraussichtlich stärkste Konkurrenten im Kampf um Gold.


 

Sieg zum Abschluss für den Juniorinnen-Vierer

Pia Kleine-Möllhoff und Sophia Reineke (beide RK am Baldeneysee), Emma Bartelmeß (Münchener RC von 1880) und Luise Paulett Wartmann (SC Magdeburg) beendeten ihre Weltmeisterschaft mit einem Erfolgserlebnis. Der deutsche Juniorinnen-Vierer ohne gewann von Bahn eins aus das C-Finale vor Griechenland. Nach dem fünften Platz im Vorlauf zeigte das Quartett zum Abschluss noch einmal ein konzentriertes und geschlossenes Rennen.

 

Vier deutsche Boote im Kampf um die Medaillen

Mit den Halbfinalsiegen des Junioren-Zweiers ohne und beider Doppelvierer sowie dem zweiten Platz des Juniorinnen-Doppelzweiers sicherte sich das deutsche Team am Freitag vier Plätze in den A-Finals. Hinzu kommen die Halbfinalqualifikationen von Leoni Hauschild und Oskar Müller in den Einern. Damit bleibt der Deutsche Ruderverband vor den entscheidenden Rennen in mehreren Bootsklassen aussichtsreich im Wettbewerb um die WM-Medaillen.


 

Events

Boote

Galerien