26. Jan. 2026 | Wanderrudern | von Michael Stoffels, Deutscher Ruderverband

Erfolgreicher Auftritt des Deutschen Ruderverbandes auf der BOOT 2026

von links Sebastian Haase, (Vorsitzender der Deutschen Ruderjugend), Michael Stoffels, Petra Schellhorn (Gewässer und Umwelt des Deutschen Kanu-Verbandes), Axel Eimers (DRV-Vizepräsident) mit Sohn, Moritz Petri (DRV-Präsident)
Vortrag Michael Stoffels und Jordi Lopez Roig zur Ebro-Wanderfahrt
Boote auf der BOOT
Neusser RV-Helferteam
Ein Blick quer über das Leben am Stand
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Der Deutsche Ruderverband war vom 17. bis zum 25. Januar neun Tage lang auf der größten Wassersportmesse der Welt vertreten. Unter der Leitung des Fachressortvorsitzenden Ruderreviere, Umwelt, Technik und Klima Michael Stoffels mit über 30 Unterstützern aus seinem Neusser Ruderverein aktiv, die im freiwilligen ehrenamtlichen Schichtdienst zumindest einen halben Tag auf dem Stand des Deutschen Ruderverbandes Hunderte von Besuchern betreuten.

An den beiden Wochenenden waren sehr viele Familien mit Kindern und Jugendlichen, in der Woche zahlreiche Schulklassen vor allem aus der Region am Niederrhein am Stand. Mit etwas mehr Zeit konnten alle Teilnehmer das Rudern auf dem Rhein an der Fleher Brücke oder mit Rennbooten im Neusser Hafen mit Hilfe von VR-Brillen erleben und auf dem Ergometer nach einer kurzen Einführung live mitrudern. Bei den Schulklassen und größeren Gruppen wurden eher kleine Rennen gegeneinander ausgefahren

Auch viele Erwachsene saßen auf den Ruderergometern, für die Werbung für das Rudern in allen Bundesländern Deutschlands gemacht wurde. Auch aus dem Ausland bis hin zur Türkei gab es viele Privatbesucher, die das Angebot nutzten.

Auf der Bühne „World of Paddling“ wurden durch Michael Stoffels mehrfach täglich die verschiedenen Aspekte des Rudersports präsentiert.

Zusammen mit den Aktionen des Kanu-Verbandes mit einem Paddel-Ergometer, einem Kanu-Kanal zum Probieren der Boote, einem Segelbecken in der Nachbarhalle, dazu Aktionen bei Wasserschutzpolizei, DLRG, DRK-Wasserwacht gab es auch mit dem Beitrag der Ruderer ein attraktives Aktionsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Ob sich zu den in den nächsten Wochen startenden Ruderkurse bei den Rudervereinen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch die BOOT 2026 Interessenten melden, steht noch in den Sternen. 

Viele Interessenten für die beiden Vorführboote des führenden Rennboot-Herstellers Empacher (ein Coastal-Einer und ein Zweier ohne Stm.), aber auch an einem auf dem Rhein verwendeten Gig-Dreier wurden über die Besonderheiten aufgeklärt. Hier waren vor allem aktive Ruderer und einige Bootsbauer oder -vertreiber am Stand.

Nach der gemeinsamen Präsentation auf der Bühne der Halle 14 „World of Paddling“ über ein Projekt für Ruder-Wanderfahrten auf dem Ebro und dem Mittelmeer, das sich durch einen Kontakt mit der regionalen Tourismusverwaltung in Katalonien (Spanien) ergeben hat und im Mai diesen Jahres mit zehn Neusser Ruderern und Ruderinnen getestet wird, fanden sich Tourismus-Anbieter aus der Türkei, Israel und Kroatien am DRV-Stand ein, die ähnliche Angebote in Kooperationen mit Ruder-Clubs vor Ort als Potential für den lokalen Tourismus ins Auge fassen. Dazu kamen zwei im Ruderbereich unbekannte Anbieter aus Frankreich und der Türkei für tourismusgeeignete Ruderboote, die für solche Fahrten an oder auf den Küsten in Frage kommen.

Zum Programm der BOOT 2026 gehörten mehrere Gespräche der Präsidentinnen und Geschäftsführer der Wassersportverbande im Forum Wassersport des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) untereinander und mit hochrangigen Vertretern des Bundesverkehrsministeriums zu den Themen Sportboot-Verordnung Führerscheinprüfung und Hersteller-Zertifikaten, an denen Michael Stoffels als Ansprechpartner des Deutschen Ruderverbandes für Gewässer und Umwelt teilnahm.

Eine Führung auf dem Forschungsschiff NOVA für die autonome Schifffahrt ergab interessante Perspektiven für den Wassersport. Die Frage, wie Ruderboote und Kanus durch selbstfahrende Schiffe von treiben Baumstämmen und Bojen unterschieden werden können, werden sowohl die Wassersportler als auch die Forscher und die Politik in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen.

In der Summe war die BOOT 2026 für den Deutschen Ruderverband eine sehr gelungene Veranstaltung, die Hunderten von Besuchern zumindest Spaß am (Trocken-) Rudern und positive Informationen und Emotionen zum Rudersport gebracht hat. Dies gilt auch für die vielen Helfer des Neusser Rudervereins, die fast ununterbrochen die Besucher jeden Alters betreuten.