Fachressortsitzung Breitensport: Indoor Rowing, Gleichstellung und Teilhabe, Stärkung des Ehrenamts und Coastal Rowing
Am ersten Februarwochenende fand in Göttingen die Fachressortsitzung Breitensport statt. Unter der Leitung von Sina Burmeister und Katharina v. Kodolitsch kamen Horst Broß, Lukas Fehre, Thomas Kossert und Antje Schnoor zusammen. In konstruktiver und engagierter Atmosphäre wurden aktuelle Entwicklungen analysiert und zahlreiche Projekte angestoßen, um den Breitensport nachhaltig weiterzuentwickeln.
Zu Beginn warf Sina einen detaillierten Blick auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen und stellte aktuelle Tendenzen vor. Aufbauend darauf widmete sich die Runde dem Schwerpunkt „Frauen im Rudersport – Wie können wir Frauen weiter stärken?“ Ziel ist es, Ruderinnen sichtbarer zu machen, ihre Kompetenzen zu erweitern und sie in ihrer aktiven Rolle im Verein gezielt zu unterstützen. Geplant sind unter anderem Workshops zur optimalen Bootseinstellung sowie die Ausbildung von Stegausbilderinnen, um Frauen zusätzliche Qualifikationen zu ermöglichen.
Eng damit verknüpft wurde die Frage der Selbstdarstellung des Rudersports diskutiert. Die Außendarstellung soll moderner und wirkungsvoller werden. Ein digitales Fortbildungsangebot zum Thema Social Media im Verein befindet sich in der Entwicklung, damit Vereine ihre Aktivitäten professioneller präsentieren und neue Zielgruppen erreichen können.
Die Women’s Rowing Challenge bleibt das zentrale Event für Frauen im Rudersport. Sie wird als wichtiges Instrument zur Mitgliedergewinnung und zur Erleichterung des Einstiegs ins Rudern verstanden.
Im Kontext der Mitgliedergewinnung wurde auch das Motto des diesjährigen Vereinspreises festgelegt: „Innovative Ideen zur Mitgliedergewinnung“. Gesucht werden kreative und zukunftsweisende Ansätze aus den Vereinen, die zeigen, wie lebendig und vielseitig der Rudersport ist. Die Ausschreibung befindet sich derzeit in Vorbereitung.
Auch die Verbands-Homepage soll weiterentwickelt werden. Ziel ist eine klarere, benutzerfreundlichere Struktur, die sich stärker an der Satzung orientiert. Im Bereich Breitensport sollen künftig vier zentrale Themen besonders hervorgehoben werden:
- Indoor Rowing
- Gleichstellung und Teilhabe
- Stärkung des Ehrenamts
- Coastal Rowing
Die Diskussion zu Coastal Rowing machte deutlich, welches Potenzial diese Disziplin besitzt. Sie soll stärker in die Breitensportstrategie integriert werden. Geplant ist, Vereine praxisnah bei Fragen zur Umsetzung zu unterstützen.
Der zweite Teil der Sitzung widmete sich intensiv dem Indoor Rowing. Es bleibt ein Herzstück des Wintertrainings und soll weiterhin neue Zielgruppen ansprechen.
Die Women’s Rowing Challenge wird fortgeführt und um Feedback- sowie Entwicklungstools ergänzt, um ihren Mehrwert für Vereine messbar zu machen. Formate wie „Bring a Friend“, internationale Kooperationen und sportartübergreifende Aktionen sollen den Austausch fördern und zusätzliche Motivation schaffen.
Auch die Men’s Rowing Challenge bleibt Bestandteil des Jahresprogramms. Denkbar sind angepasste Formate wie beispielsweise ein „Rowember“.
Darüber hinaus werden neue Formen der Indoor-Mitgliedschaft geprüft – insbesondere für Sporttreibende ohne Zugang zu einem Ruderrevier. Virtuelle Trainingsräume, digitale Abzeichen und Online-Wettbewerbe sollen zusätzliche Anreize bieten.
Das Indoor-Rowing-Sportabzeichen soll weiter digitalisiert werden. Geplant sind unter anderem Online-Nachweise, Vereinsrankings sowie ein Live-Ranking, um Transparenz und Motivation zu erhöhen.
Die Sitzung in Göttingen war geprägt von intensiven Diskussionen, gegenseitigem Zuhören und einer konstruktiven Zusammenarbeit. Mit zahlreichen neuen Ideen, klar definierten Zielen und spürbarem Teamgeist startet das Fachressort Breitensport motiviert in die nächste Arbeitsphase.