Finale in Heidelberg: Saison 2026 endet mit spektakulären Sprintduellen
Erstmals machte die Stübbe Ruder-Bundesliga auf dem Neckar Station – und zum Abschluss der fünf Renntage warteten noch einmal packende Rennen, enge Entscheidungen und Achterrudern auf höchstem Niveau. Der Heidelberger Regatta-Verband präsentierte den Teams einen hervorragend organisierten Renntag und empfahl sich damit für weitere Renntage.
Germania-Achter siegt im Männerfinale
Bei den Männern entwickelte sich der Finaltag zu einem echten Sprint-Krimi. Bereits im Zeitfahren lagen die Mannschaften eng beieinander. Die schnellste Zeit ruderte der Germania-Achter in 57,15 Sekunden, gefolgt vom Sweepboys Hamburg mit 57,38 Sekunden. Auch der Ottoachter Magdeburg, das autosen Sprintteam Mülheim und der DYNAsports Männer-Achter Osnabrück blieben unter der Marke von 58 Sekunden.
Über Achtel- und Viertelfinale ging es anschließend in die entscheidende Phase. Im Halbfinale setzte sich der Germania-Achter mit 57,19 Sekunden gegen das autosen Sprintteam Mülheim durch. Im zweiten Halbfinale bezwang der Sweepboys Hamburg den Bochum/Witten-Achter. Damit kam es im großen Finale zum direkten Duell der beiden bis dahin äußerst erfolgreichen Hamburger und Frankfurter Achter.
Und das Finale hielt, was es versprach: Nur acht Hundertstelsekunden trennten am Ende den Germania-Achter und die bis dahin ungeschlagenen Sweepboys Hamburg.Germania gewann in 57,08 Sekunden, Hamburg folgte mit 57,16 Sekunden.Damit sicherte sich der Germania-Achter den Tagessieg in Heidelberg. Das Podium komplettierte das autosen Sprintteam Mülheim, das sich im zweiten Finale gegen den Bochum/Witten-Achter als Überraschungsvierten und Gewinner der goldenen Ananas durchsetzen konnte.
Nachwuchs sammelt weitere Ligaerfahrung
Auch die Nachwuchs-Achter sorgten in Heidelberg für spannende Rennen. Bei den Junioren trafen der Junioren-Ottoachter Magdeburg und die Heidelboys in mehreren Rennen aufeinander. Magdeburg konnte sowohl die Gruppenphase A als auch die Gruppenphase B für sich entscheiden. In Gruppenphase C setzte sich der Junioren-Ottoachter mit 1:05,98 Minuten erneut gegen die Heidelboys durch, die 1:08,28 Minuten benötigten.
Bei den Juniorinnen gewann im Finale die Goofys ACHTERbahn in 1:12,47 Minuten vor dem avanti-Achter (1:17,60). Im zweiten Finale setzte sich der Heidelgirls-Achter in 1:16,56 Minuten gegen den Edithaachter Magdeburg durch. Zuvor hatte sich der Heidelgirls-Achter im Halbfinale nur knapp mit 1:15,10 Minuten dem avanti-Achter geschlagen geben müssen.
Frauen feiern Finale Furioso
Der Alstersprinter aus Hamburg setzte seine beeindruckende Erfolgsserie fort und sicherte sich auch beim fünften und letzten Renntag den Tagessieg. Damit blieben die Hamburgerinnen in der gesamten Saison 2026 ungeschlagen und krönten ihre Saison als ungeschlagener Liga-Champion.
Im Finale um die vorderen Plätze zeigte der Amrop Ruhr-Achter Essen-Kettwig im Finale ein beherztes Rennen, kam bis auf einen halben Luftkasten an die Hamburgerinnen heran und landete damit auf dem Silberrang.
Beim Sprint um Bronze zwischen dem Meenzer Express und den Neckar Hexen aus Heidelberg entschied erst das Zielfoto mit einer Zehntelsekunde Unterschied zugunsten der Mainzerinnen. Die Heidelbergerinnen feierten die goldene Ananas bei ihrem ersten Auftritt in der Ruder-Bundesliga vor heimischem Publikum wie einen Sieg.
Knappe Entscheidung auch bei der Concept2-Ergowertung
Für zusätzliche Spannung sorgte die Concept2-Ergowertung, bei der über die gesamte Saison die erfolgreichsten Teams in einer Sonderwertung miteinander konkurrierten. Die Entscheidung fiel zum Saisonabschluss denkbar knapp.
Bis zum letzten Finale des Tages lagen die Sweepboys Hamburg und die Alstersprinter gleichauf in der Wertung. Für den Sieger stand ein nagelneues Ruderergometer, das von Concept2 zur Verfügung gestellt wird, in Aussicht.
Während die Damen im Alstersprinter ungeschlagen blieben, mussten sich die Männer aus Hamburg erstmalig in der Saison geschlagen geben. Somit konnten die Damen das Ergometer mit in die Hansestadt nehmen.
Ein würdiger Abschluss einer starken RBL-Saison
Mit dem Finaltag in Heidelberg endet eine abwechslungsreiche und spannende Saison 2026 der Stübbe Ruder-Bundesliga. Nach Stationen in Berlin, Hannover, Osnabrück und Essen fiel auf dem Neckar der letzte Vorhang einer Saison voller packender Sprintduelle.
Heidelberg war damit nicht nur der fünfte und letzte Renntag, sondern ein würdiger Schlusspunkt einer intensiven RBL-Saison 2026.
Bilder des Renntags gibt es in der Galerie.
Der Dank gilt den zahlreichen Förderern und Freunden der Ruder-Bundesliga, insbesondere:
- unserem Hauptsponsor Stübbe: Matthias, Mike und Jan Caspar
- Team Stöbe (Zeitmessung): Uwe, Michael, Ralph, Oliver, Regina, Maja und Anna
- Team PPT (Audio und Video): Malte, Gerrit, Marco, Jasper, Marc und Svenja
- Team Moderation & Stimmung: Anne und Julian sowie Niklas
- Team Foto & Social Media: Jonas, Marcel, Mareike, Mandy und Wiebke
- Team DRV-Geschäftsstelle: Anja, Kim, Pia, Simon und Torge
- allen in der Saison eingesetzten Wettkamprichter:innen
- Team Regattabüro: Dennis und Holger und
- dem Kernteam: Carsten, Rolf und Tobias sowie
- allen Organisationsteams der lokalen Ausrichter in Berlin, Hannover, Osnabrück, Essen und Heidelberg.
Wir freuen uns auf eine spannende Saison 2027 mit attraktiven Veranstaltungsorten und möglichst vielen Teams in allen Ligen.