26. Sep 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

Gold und Bronze für Deutschland zum Auftakt der Shanghai Sprints

Alexandra Föster gewinnt Gold (Bild: Worldrowing)
Bronze für Gränitz und Heinrich (Bild: Worldrowing)
Wibberenz und Gutfleisch unterliegen den Weltmeisterinnen im Viertelfinale (Bild: Worldrowing)
Frühes Aus für Oliver Zeidler im Viertefinale (Bild: Worldrowing)
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Das deutsche Team ist mit zwei Medaillen in die erstmals ausgetragenen World Rowing Shanghai Sprints gestartet. Auf der 500 Meter langen Sprintstrecke in Shanghai gewann Alexandra Föster Gold im Frauen-Einer. Tom Gränitz und Felix Heinrich sicherten sich im Männer-Doppelzweier nach einem packenden Endspurt die Bronzemedaille.

Alexandra Föster gewinnt Gold

Alexandra Föster präsentierte sich am ersten Wettkampftag in hervorragender Form und krönte ihre starke Leistung mit dem Sieg im Frauen-Einer.

Auf dem Weg ins Finale setzte sie sich gegen die US-Amerikanerin Sophia Vitas durch. Vitas durfte nach ihrer schnelleren Viertelfinalzeit die Innenbahn wählen, doch Föster nutzte den versetzten Start und baute ihren Vorsprung früh aus. Die Amerikanerin kämpfte bis zum Schluss, konnte den Abstand zur deutschen Einerfahrerin jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen. Im entscheidenden Rennen bewies Föster ihre Klasse und sicherte dem deutschen Team die erste Goldmedaille bei den World Rowing Shanghai Sprints. Es war die erste Goldmedaille bei diesem neuen Konzept überhaupt, ein historischer Sieg also. 

Bronze für Gränitz und Heinrich

Tom Gränitz und Felix Heinrich belohnten sich im Männer-Doppelzweier mit Bronze. Nach der Enttäuschung im Halbfinale, wo sie nach anfänglicher Führung durch einen Steuerfehler verloren hatte, meldete sich das deutsche Duo im Rennen um Platz drei eindrucksvoll zurück und setzte sich in einem der knappsten Duelle des Tages gegen Cedar Cunningham und Jacob Plihal aus den USA durch.

Deutschland erwischte den besseren Start, während es bei der US-amerikanischen Crew in den ersten Schlägen zu Unruhe kam. Gränitz und Heinrich steuerten auf der Innenbahn eine enge Linie entlang der Bojen. Die Amerikaner fanden jedoch schnell ihren Rhythmus und kämpften sich zurück. Nach 250 Metern lagen beide Boote nahezu gleichauf. Auf den letzten 100 Metern entwickelte sich ein spektakulärer Sprint bis zur Ziellinie. Gränitz und Heinrich mobilisierten noch einmal alle Kräfte und retteten einen hauchdünnen Vorsprung ins Ziel. In 1:31,20 Minutensicherten sie sich die Bronzemedaille.

Frühes Aus für Oliver Zeidler

Für Oliver Zeidler endete der Einzelwettbewerb bereits im Viertelfinale. Der Olympiasieger kam in dem für ihn ungewohnten Boot nicht wie erhofft zurecht und musste sich Konan Pazzaia aus Irland geschlagen geben. Pazzaia startete äußerst schnell und verschaffte sich früh einen Vorsprung. Zeidler steigerte sich im Rennverlauf und setzte auf den letzten Metern zu einer starken Aufholjagd an. Die nur 500 Meter lange Strecke reichte jedoch nicht mehr aus, um den Iren einzuholen. Pazzaia gewann das Rennen in 1:37,95 Minuten.

Wibberenz und Gutfleisch unterliegen den Weltmeisterinnen

Auch für Sarah Wibberenz und Lisa Gutfleisch war im Frauen-Doppelzweier im Viertelfinale Endstation. Das deutsche Duo traf mit Zoe Hyde und Mags Cremen aus Irland auf die amtierenden Weltmeisterinnen und lieferte ihnen zunächst ein enges Rennen. Die Irinnen, die auf der Innenbahn starteten, übernahmen erst ungefähr bei der Streckenhälfte die Führung. Anschließend konnten sie ihren Vorsprung bis ins Ziel kontinuierlich vergrößern. Hyde und Cremen entschieden das Viertelfinale in 1:41,43 Minuten für sich.

Mit Gold für Alexandra Föster und Bronze für Tom Gränitz und Felix Heinrich fällt die deutsche Bilanz des ersten Wettkampftages sehr positiv aus. Besonders die engen direkten Duelle zeigten, wie viel Spannung das neue Sprintformat auf der kurzen Strecke bietet. Morgen geht es in die Mixed-Boote, da ist Hochspannung vor der imposanten Kulisse garantiert.