28. Sep 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

Junges DRV-Team gewinnt zehn Medaillen beim Baltic Cup

Der deutsche Rudernachwuchs hat den Baltic Cup im estnischen Aidu mit zwei Gold-, sechs Silber- und zwei Bronzemedaillen beendet. In der Nationenwertung belegte das junge DRV-Team hinter Polen den zweiten Platz.

An zwei Wettkampftagen stellten sich die Athletinnen und Athleten zunächst über die klassischen 2.000 Meter und anschließend auf der 500-Meter-Sprintdistanz der internationalen Konkurrenz. Die Regatta wurde am 26. und 27. September auf der neuen Regattastrecke in Aidu ausgetragen.

 

Doppelerfolg für Shelenin und Egger

Für die beiden deutschen Siege sorgten Maxim Shelenin und Kilian Egger im Junioren-Zweier ohne. Das Duo setzte sich sowohl über 2.000 Meter als auch einen Tag später im 500-Meter-Finale gegen die internationale Konkurrenz durch.

Auf der olympischen Strecke gingen vier weitere deutsche Boote als Zweite über die Ziellinie: Phyllis Kassai, Finna Sophie Kobel, Mylène Ruf und Ella Mahr im Juniorinnen-Vierer ohne, Georg von Rottenburg, Yehor Zakharov, Noah Ritter und Karl Kramer im Junioren-Vierer ohne sowie die beiden Doppelvierer mit Rieke Petschull, Leonie Schneller, Johanna Busch und Jule Oldenburg sowie Nicolas Neumann, Tiago Fischer, Jan Wesche und Wim von Scheibner.

Auch auf der Sprintdistanz sammelte die DRV-Auswahl weitere Podestplätze. Neben dem erneuten Erfolg von Shelenin und Egger gewannen der Juniorinnen-Vierer ohne und der Juniorinnen-Doppelvierer jeweils Silber. Fritzie Tolk und Mena-Pia Maier sicherten sich im Juniorinnen-Doppelzweier Bronze. Ebenfalls auf Rang drei ruderten von Rottenburg, Zakharov, Ritter und Kramer im Junioren-Vierer ohne. Mit insgesamt 198 Punkten belegte Deutschland in der Nationenwertung den zweiten Platz hinter Polen und vor Litauen.

 

Wichtige Erkenntnisse für die weitere Arbeit

Neben den Platzierungen stand für die sportliche Leitung insbesondere die internationale Standortbestimmung der jungen Mannschaft im Mittelpunkt. „Wir sind mit einer sehr jungen Mannschaft zum Baltic Cup gefahren und im Wesentlichen mit unseren U17-Siegerinnen und -Siegern nach Estland gereist. Das macht sich auch in den Ergebnissen bemerkbar. Fast 30 Sportlerinnen und Sportler aus den anderen Nationen sind bereits bei Junioren-Europa- oder Junioren-Weltmeisterschaften gestartet. Für uns war es wichtig, die anstehenden Herausforderungen zu identifizieren. Daran werden wir nun weiterarbeiten. Wir bedanken uns beim Gastgeber, der den Mannschaften sehr gute Rahmenbedingungen geboten und eine gelungene Veranstaltung ermöglicht hat“, sagte Johannes Karg aus der Sportlichen Leitung, der U19-Bundestrainer Paul Zander beim Baltic Cup vertrat.

Für die jungen deutschen Athletinnen und Athleten bot die Regatta damit nicht nur wertvolle internationale Rennerfahrung, sondern auch wichtige Hinweise für die kommenden Trainings- und Entwicklungsaufgaben.