Mario Woldt leitet künftig den Olympiastützpunkt Niedersachsen
Nach 16 Jahren beim Deutschen Ruderverband geht Mario Woldt neue Wege. Der 48-Jährige ist ab 1. August 2026 Leiter des Olympiastützpunkts (OSP) Niedersachsen. Woldt wird Nachfolger von Dr. Boris Ullrich, der den OSP zum Monatsende verlässt, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.
Der DRV benötigt nun seinerseits eine neue Leitung für die Ruderakademie Ratzeburg und den zugehörigen Bundesstützpunkt. Beide Funktionen hatte Woldt seit Dezember 2024 inne, nachdem er zuvor 14 Jahre lang als Sportdirektor für den DRV gearbeitet hatte. In den vier olympischen Perioden unter seiner Leitung wurden zehn Medaillen errungen, darunter fünf Mal Gold.
Der Landesportbund (LSB) Niedersachsen schreibt in einer Pressemitteilung, Woldt bringe viel Erfahrung in der Leistungssportförderung, im Verbandsmanagement sowie in der Betreuung von Spitzenathlet*innen mit. „Mit Mario Woldt übernimmt eine Persönlichkeit mit hoher Fachkompetenz und klarer strategischer Ausrichtung die Leitung des Olympiastützpunkts Niedersachsen. Er steht für moderne Leistungsförderung und eine starke Orientierung an den Bedürfnissen unserer Spitzenathlet*innen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit,“ erklärt der LSB-Vorstandsvorsitzende Reinhard Rawe. Unter Woldts Vorgänger Boris Ullrich habe sich der OSP sportfachlich und strukturell zu einem der führenden Stützpunkte in Deutschland weiterentwickelt.
„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, sagt Mario Woldt selbst. „Die ehren- und hauptamtliche Arbeit im Rudern hat mir vielfältige Erfahrungen beschert, auf die ich in einem breiteren, regionalen, leistungssportlich orientiertem Bereich aufbauen kann. Im Landessportbund Niedersachsen arbeite ich in einem sehr klar strukturierten und fokussierten Umfeld mit gleichzeitig hohem Wachstumspotential. Meine Vorgänger hinterlassen beste Bedingungen.“
Die neue Anfahrt ist ihm bestens bekannt
Woldt ist zufrieden, dass vor seinem überraschenden Abschied aus Ratzeburg noch zwei Kernziele erreicht werden konnten: Der Ausbau der Sporthalle, als letzter großer Baustein der Sanierung der Akademie, ist in der finalen Beantragung. Zudem wurde die Zertifizierung als staatlich geprüfte Fortbildungseinrichtung erreicht. Die Anfahrt zu seinem neuen Arbeitgeber ist Woldt bestens bekannt: Im Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg in Hannover hat der Ruderverband im Gebäude des Landessportbunds seine Geschäftsstelle.
„Mario Woldt hat den DRV über viele Jahre als Sportdirektor mit großem Einsatz geprägt. Wir wünschen ihm für die neue, verantwortungsvolle Aufgabe alles Gute. Über den Bundesstützpunkt in Hannover werden wir ja weiterhin Berührungspunkte haben“, sagt Robert Sens, der Sportvorstand des DRV. Die nun vakanten Führungsstellen in Ratzeburg werde der DRV „schnellstmöglich ausschreiben“.