Nominierung von Kathrin Marchand für die Paralympischen Winterspiele 2026
Nun ist der nächste Meilenstein offiziell: Kathrin Marchand wurde vom Deutschen Behindertensportverband für die Paralympische Winterspiele 2026 nominiert. Damit ist der Start in Cortina d’Ampezzo fixiert – und Marchand schreibt bereits vor dem ersten Wettkampf Geschichte.
Als erste Athletin überhaupt wird die 35-Jährige bei drei unterschiedlichen Spielen an den Start gehen. 2012 in London und 2016 in Rio saß die Kölnerin im olympischen Ruderboot, 2024 in Paris startete sie im paralympischen Wettbewerb. Mit der Nominierung für 2026 folgt nun das nächste Kapitel – diesmal auf Schnee.
Kathrin Marchand: „Ich freue mich wahnsinnig auf diese neue Herausforderung und darauf, nun auch bei den Winterspielen starten zu dürfen. Ich bin gespannt, wie sehr ich meine Gegnerinnen ärgern kann.“
Die Grundlage für diesen nächsten Karriereschritt legte sie im vergangenen Jahr auf dem Wasser: 2025 wurde Marchand Weltmeisterin im PR3 Mixed-Doppelzweier und gewann zusätzlich Bronze im PR3 Mixed-Vierer bei den Weltmeisterschaften. Damit unterstrich sie eindrucksvoll ihre internationale Klasse im Para-Rudern, ehe sie den Fokus zunehmend auf den Wintersport richtete.
DRV Vorstand Leistungssport: „Ich kenne Kathrin noch als U23-Athletin. Wer ihren Lebensweg verfolgt hat, weiß was für eine herausragende Athletin und Persönlichkeit sie ist. Wir als DRV sind stolz, so eine Athletin unterstützen zu dürfen und im Team zu haben!
Kathrin ist auf so vielen Ebenen ein herausragendes Vorbild. Wir wünschen ihr für Mailand/Cortina viel Erfolg und tolle Erlebnisse!“
Kurz nach den Sommerspielen in Paris begann Marchand ihre Karriere im Para-Langlauf. Der Wechsel erfolgte nicht als Übergang, sondern mit klarer Perspektive. Die nun erfolgte Nominierung bestätigt die konsequente Aufbauarbeit der vergangenen Monate.
Für Marchand bedeutet die Teilnahme an den Winterspielen nicht nur einen sportlichen Neustart, sondern auch die Fortsetzung einer außergewöhnlichen Multisport-Karriere. Vom olympischen Ruderboot über den Weltmeistertitel im Para-Rudern bis in die Loipe von Cortina – die gebürtige Kölnerin erweitert die Grenzen dessen, was im Spitzensport möglich erscheint.
Mit der offiziellen Nominierung beginnt nun die unmittelbare Wettkampfvorbereitung. Das Ziel bleibt unverändert: In Cortina nicht nur Geschichte schreiben, sondern um eine Medaille kämpfen.