Olli Zeidler durchbricht die 5:35-Schallmauer auf dem Concept2 — Ein historisches Statement nach seinem MBA-Comeback
Der deutsche Olympiasieger Olli Zeidler hat erreicht, was vor ihm noch keinem Athleten gelungen ist: 2.000 Meter auf einem Concept2-Ergometer in unter 5 Minuten und 35 Sekunden zu rudern.
Mit einer Gesamtzeit von 5:34,7 Minuten ist Zeidler der erste Mensch überhaupt, der über die olympische Distanz auf dem Concept2 die 5:35-Marke unterboten hat — eine Grenze, die lange als eine der letzten physiologischen Barrieren im Spitzenrudern galt.
Der bisherige offizielle Weltrekord lag bei 5:35,8 Minuten, aufgestellt 2018 vom Australier Josh Dunkley-Smith. Über Jahre hinweg galt diese Zeit als eine der beeindruckendsten Leistungen in der Geschichte des Indoor-Ruderns. Zeidlers 5:34,7 unterbieten diese Bestmarke nun um mehr als eine Sekunde — ein enormer Vorsprung auf diesem Leistungsniveau.
Unter Aufsicht in Sarnen gerudert — Bestätigung durch Concept2 steht noch aus
Die historische Leistung wurde im schweizerischen Sarnen im nationalen Trainingszentrum unter offizieller Aufsicht erbracht. Der Versuch erfolgte gemäß den Rekordstandards und wartet aktuell noch auf die formale Bestätigung durch Concept2. Wird die Zeit verifiziert, gilt sie als neue offizielle Weltbestleistung auf dem Concept2 RowErg. Zeidler ist nach Matthias Siejkowski der zweite Deutsche, der offiziell registriert unter 5:40 min blieb, auch wenn Gerüchte besagen, dass auch Andre Willms dies gelang.
Der Goldstandard im physiologischen Vergleich
Robert Sens, Sportvorstand des Deutschen Ruderverbandes, betonte die internationale Bedeutung dieser Leistung: „Der C2-Weltrekord ist nach wie vor der Goldstandard im internationalen physiologischen Vergleich. Die meisten Nationen testen noch auf diesem Gerät. Insofern ist dieser Wert wieder mal ein sensationelles Ergebnis des Olympiasiegers. Herzlichen Glückwunsch an Olli, Trainer Heino und das ganze Team Zeidler!“
Die Aussage unterstreicht, was diese Leistung so besonders macht: Trotz moderner sportwissenschaftlicher Methoden und alternativer Testsysteme bleibt die 2.000-Meter-Marke auf dem Concept2 weltweit der maßgebliche Referenzwert im Spitzenrudern.
Ein Statement nach dem MBA-Abschluss
Besonders bemerkenswert ist auch der Zeitpunkt dieser Leistung. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines MBA-Studiums ist Zeidler wieder vollständig ins Training eingestiegen. Die Zeit unter 5:35 Minuten ist daher mehr als nur ein Rekordversuch — sie ist ein klares Statement: Der Olympiasieger ist zurück auf höchstem Leistungsniveau und verschiebt erneut die Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit.
Die 5:35-Marke galt lange als nahezu mythisch. Sie stand nicht nur für Geschwindigkeit, sondern für eine außergewöhnliche Kombination aus aerober Leistungsfähigkeit, Laktattoleranz, technischer Effizienz und mentaler Widerstandskraft.
Mit 5:34,7 Minuten hat Olli Zeidler nicht nur die Rekordlisten neu geschrieben — er hat neu definiert, was physiologisch auf dem Concept2 möglich ist. Und wenn die Bestätigung erfolgt, hat die Ruderszene einen neuen Goldstandard. Nebenbei hat damit Oliver sein drittes Ziel erreicht, was er sich gesetzt hatte: Olympiasieger, Weltmeister und nun Weltrekordhalter.