Ruder-Bundesliga feiert Ruderfest in Osnabrück
3. Renntag der Stübbe Ruder-Bundesliga in der Stichkanalarena Osnabrück
Was für ein Ruderfest in Osnabrück! Der dritte Renntag der Stübbe Ruder-Bundesliga hat am 22. August in der Stichkanalarena Osnabrück eindrucksvoll gezeigt, was die Ruder-Bundesliga ausmacht: packende Sprintduelle, extrem enge Entscheidungen, begeisterte Zuschauer und eine Atmosphäre, die den Teams auf dem Wasser zusätzlichen Schub verlieh.
Für die perfekte Bühne sorgte der Osnabrücker Regatta-Verein. Mit einer hervorragenden Organisation, kurzen Wegen, engagierten Helferinnen und Helfern und einer bestens präparierten Regattastrecke präsentierte sich der Gastgeber als hervorragender Ausrichter. Entlang der Strecke versammelten sich zahlreiche Zuschauer, die die Rennen lautstark begleiteten. Die gute Stimmung übertrug sich unmittelbar auf die Teams und machte den Renntag zu einem besonderen Erlebnis für Aktive und Publikum.
Sweepboys Hamburg setzen sich im Männer-Finale durch
Sportlich wurde die Männer-Liga ihrem Ruf als spannendste Sprintliga Deutschlands erneut gerecht. 14 Achter gingen in Osnabrück an den Start – darunter als ergänzendes Team auch der zweite Achter der Sweepboys Hamburg.
Schon im Zeitfahren lagen die Boote dicht beieinander. Die Sweepboys Hamburg zeigten dabei mit 44,08 Sekunden die schnellste Zeit. Knapp dahinter überzeugten der Germania Achter aus Frankfurt in 44,21 Sekunden sowie der DYNAsports Männer-Achter Osnabrück mit 44,34 Sekunden. Das autosen Sprintteam Mülheim, der Melitta-Achter Minden “Team Black” und der “Häuser unserer Zukunft” Ottoachter Magdeburg gesellten sich ebenfalls zum Kreis der Achter, die das Zeitfahren in unter 45 Sekunden absolvierten.
Im Achtelfinale war die Freude von den BOB-Automotive Ruhrpiraten Essen und dem Magdeburger Team sichtlich groß, als sie sich für die Top8 qualifizierten. Nachdem die Essener den zweiten Renntag auf Rang 11 abgeschlossen hatten und dem Ottoachter der erste Renntag mit Rang 10 einen Dämpfer verpasst hatte, zeigt nun die Formkurve für beide Teams klar nach oben.
Von Runde zu Runde verschärfte sich der Kampf um die Spitzenplätze. Unter tosendem Jubel des Publikums gelang dem DYNAsports Männer-Achter Osnabrück im Halbfinale eine fulminante Aufholjagd, und sie konnten sich an dem zweimaligen Silbermedaillengewinner Germania-Achter vorbeischieben. Auf der Ziellinie trennten nur 9 Hundertstelsekunden die beiden Achter.
Damit kam es im Finale zum direkten Duell zwischen den Sweepboys Hamburg und dem DYNAsports Männer-Achter Osnabrück. Die Hamburger behielten jedoch souverän
die Oberhand und feierten den Tagessieg. Der Osnabrücker Achter kam in 45,04 Sekunden auf Platz zwei und sorgte damit vor heimischem Publikum für einen herausragenden zweiten Platz. Den dritten Rang sicherte sich der Germania-Achter mit 55 Hundertstelsekunden vor dem Melitta-Achter Minden „Team Black“. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie eng die Leistungsdichte in der Männer-Liga inzwischen ist: In mehreren Finals entschieden nur Hundertstelsekunden über die Platzierungen.
Tagesergebnis Männer:
1. Sweepboys Hamburg
2. DYNAsports Männer-Achter Osnabrück
3. Germania-Achter
4. Melitta-Achter Minden „Team Black“
5. „Häuser unserer Zukunft“ – Ottoachter Magdeburg
6. autosen Sprintteam Mülheim
7. Neckar Vikings 8+
8. BOB-Automotive Ruhrpiraten Essen
9. Sweepboys Hamburg 2
10. Bochum/Witten-Achter
11. Mainzer Achter
12. TÜV NORD Maschseeachter
13. Sparkasse Gießen-Achter
14. Hauptstadtsprinter DWB-Holding
Alstersprinter dominieren die Frauen-Liga
Auch bei den Frauen entwickelte sich der Renntag zu einem hochklassigen Sprintwettbewerb. Der Alstersprinter aus Hamburg erwischte bereits im Zeitfahren einen starken Start und bestätigte seine Favoritenrolle Runde für Runde. Auch die starke Tagesform des Amrop Ruhr-Achter Essen-Kettwig brachte die Nordlichter nicht aus dem Konzept.
Im Halbfinale setzte sich der Alstersprinter mit 50,84 Sekunden gegen den DYNAsports Frauen-Achter Osnabrück durch. Im zweiten Halbfinale gewann der Amrop Ruhr-Achter Essen-Kettwig knapp vor dem Meenzer Express.
Im Finale ließ der Alstersprinter dann nichts mehr anbrennen. Mit 49,58 Sekunden erzielten die Hamburgerinnen die schnellste Finalzeit und sicherten sich den Sieg in
Osnabrück. Der Amrop Ruhr-Achter Essen-Kettwig folgte mit 50,80 Sekunden auf Rang zwei.
Für das Osnabrücker Publikum gab es anschließend einen weiteren Grund zum Jubeln: Der DYNAsports Frauen-Achter Osnabrück belegte Platz drei und sicherte sich seine erste Medaille in dieser Saison. Der Meenzer Express wurde Vierter, gefolgt vom SachsenEnergie Achter, dem E&V Team LeineMasch und dem Ersten Kieler Frauenachter.
Tagesergebnis Frauen:
1. Alstersprinter
2. Amrop Ruhr-Achter Essen-Kettwig
3. DYNAsports Frauen-Achter Osnabrück
4. Meenzer Express
5. SachsenEnergie Achter
6. E&V Team LeineMasch
7. Erster Kieler Frauenachter
Nachwuchs begeistert in der Junior-Liga
Ein besonderes Highlight des Renntages war erneut der Nachwuchs. Sowohl bei den Junioren als auch bei den Juniorinnen lieferten sich die jungen Achter spannende Rennen und sorgten für viel Begeisterung an der Strecke.
Bei den Junioren setzte sich der Young Sweepboys Hamburg in einem Feld aus 9 Booten durch. Nach dem Sieg im Halbfinale gegen die Pommes Rot-Weiß aus Hannover behielten die Hamburger auch im Finale die Nase vorn. In 46,03 Sekunden verwiesen sie den Team Hollage aus Osnabrück auf Platz zwei.
Das Finale um Platz drei gewann der Junioren-Ottoachter vor den Pommes Rot-Weiß. Im weiteren Klassement folgten Fish & Chips (Hannover), MasthuhnschlACHTER (Münster), Team Haste (Osnabrück) und der Rats-Achter (Osnabrück).
Bei den Juniorinnen war es besonders spannend. Der avanti-Achter aus Bitterfeld und Curly Fries aus Hannover hatten sich im Halbfinale für das große Finale qualifiziert. Dort setzte sich der avanti-Achter in 55,01 Sekunden gegen Curly Fries durch. Im zweiten Finale gewann der Kanalflitzer (Osnabrück) vor Pizza Margherita (Hannover).
Somit wurden bei der großen Siegerehrung am Abend gleich drei Hamburger Teams die Goldmedaillen überreicht, während Osnabrücker Teams es in allen vier Ligen aufs Podium schaffen.
Osnabrück zeigt, was Ruder-Bundesliga bedeutet
Der dritte Renntag der Stübbe Ruder-Bundesliga war damit nicht nur sportlich ein voller Erfolg. Osnabrück hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie sich Spitzensport, Vereinsengagement und ein begeistertes Publikum verbinden lassen.
Der Osnabrücker Regatta-Verein schuf mit seiner hervorragenden Organisation die Voraussetzungen für einen reibungslosen Renntag. Die zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke sorgten gleichzeitig für die passende Kulisse und machten aus den Rennen ein echtes Ruder-Spektakel.
Für die Teams geht es nun mit viel Rückenwind in die entscheidende Phase der Saison. In knapp zwei Wochen kämpfen die Achter auf der Ruhr in Essen-Kupferdreh um die begehrten Ligapunkte. Nach drei Renntagen ist klar: Die Ruder-Bundesliga bleibt bis zum letzten Sprint spannend – und der Renntag in Osnabrück hat einmal mehr gezeigt, dass im Achter über Sieg und Niederlage oft nur wenige Hundertstelsekunden entscheiden.