Ruder-Weltmeisterin Kathrin Marchand steigt nach Schwindelanfall bei paralympischem Langlaufrennen aus
Ein dramatischer Moment überschattete den paralympischen Langlauf-Wettbewerb: Die deutsche Para-Athletin und Ruder-Weltmeisterin Kathrin Marchand erlitt während des Rennens in aussichtsreicher Medaillenposition plötzlich einen Schwindelanfall. Marchand, die nach ihrem beeindruckenden Winter-Debüt nur einen Tag zuvor an den Start ging, lief ein starkes Rennen und lag bei Kilometer sechs auf dem dritten Platz – auf gutem Weg zu einem Podiumsplatz. Doch dann nahm das Rennen eine dramatische Wendung: Auf der Strecke setzte plötzlich Schwindel ein, der ihre Jagd auf die Bronzemedaille abrupt unterbrach.
Der Vorfall sorgte sofort für große Besorgnis unter Zuschauern und in der internationalen Ruderfamilie – nicht zuletzt wegen Marchands außergewöhnlicher persönlichen und sportlichen Geschichte. Kurze Zeit später konnte der Pressesprecher des DBS vor dem ZDF-Mikrofon Entwarnung gegeben.
Erst einen Tag zuvor hatte die 35-Jährige aus Köln bei ihrem ersten paralympischen Winterstart das Podium nur knapp verpasst. Im Klassik-Sprint über 1139m belegte sie Rang vier – lediglich 1,9 Sekunden fehlten zur Medaille. Nach dem Rennen kommentierte sie das knappe Ergebnis mit einem Hauch Ironie: „Ich weiß schon, dass das gut ist, aber ich wollte mehr.“
Marchands Geschichte ist eine der bemerkenswertesten Comeback-Geschichten im internationalen Sport, darüber hinaus schrieb Kathrin schon jetzt Geschichte. Denn sie ist die erste Athletin, die an vier verschiedenen Spielen teilnehmen konnte.
Im Moment steht für Teamkollegen, Fans und Mitstreiter jedoch nicht das Rennergebnis im Vordergrund, sondern vor allem ihr Wohlbefinden. Aus der gesamten Sportwelt erreichen sie derzeit zahlreiche Unterstützungsbekundungen – für eine Athletin, deren Karriere immer wieder Mut, Entschlossenheit und Widerstandskraft verkörpert hat.