06. Aug. 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

Sechs Vorlaufsiege zum Auftakt der U19-WM

Das deutsche U19-Team ist erfolgreich in die Weltmeisterschaften in Plovdiv gestartet. Am ersten Wettkampftag feierten die DRV-Boote sechs Vorlaufsiege. Besonders überzeugend präsentierten sich die beiden Doppelvierer, der Junioren-Zweier ohne sowie die deutschen Einer. Einen intensiven „Arbeitstag“ absolvierten Jan Bornemann vom Mainzer RV von 1878 und Aron Schäfer vom Bernkasteler RV 1874. Im vierten Vorlauf des Junioren-Doppelzweiers setzte sich das Duo in einer starken Zeit vor Chile durch. Bereits am Nachmittag ging es im Viertelfinale erneut auf die Strecke. Dort ruderten Bornemann und Schäfer auf den dritten Rang und sicherten sich damit den Einzug ins Halbfinale einer mit 33 Booten außergewöhnlich stark besetzten Klasse.

U19-Bundestrainer Paul Zander: „Insgesamt können wir mit dem ersten Vorlauftag zufrieden sein. Wir haben von unseren Großbooten und Klein-Bootsklassen gute Leistungen gesehen. Besonders erfreulich war der Junioren-Achter, der seinen Vorlauf gegen die zum Ende stark aufkommende Konkurrenz aus Rumänien gewonnen hat.

Beide Doppelzweier sind weiterhin im Rennen. Gerade das Feld der Junioren ist mit starken Mannschaften außergewöhnlich eng besetzt. Dass sich unser Boot als Dritter des super besetzten Viertelfinals durchgesetzt hat, zeigt, dass es weiterhin die Chance besitzt, in den Medaillenkampf einzugreifen.

Vom Juniorinnen-Vierer ohne hatten wir uns etwas mehr erhofft. Es ist jedoch eine sehr junge Mannschaft mit zwei Athletinnen des jüngeren Jahrgangs, die wichtige WM-Erfahrungen sammelt. Im C-Finale gilt es nun, noch einmal eine bessere Leistung zu zeigen und die Weltmeisterschaft bestmöglich abzuschließen.

Die Hitze fordert alle Nationen, aber wir gehen gut damit um und blicken positiv auf die kommenden Regattatage.“

 

Erfolgreiche Auftritte in den Einern

Leoni Hauschild löste ihre erste Aufgabe im Juniorinnen-Einer ebenfalls souverän. Die Ruderin des SC Magdeburg lag zunächst hinter der früh führenden Türkin und musste sich im Endspurt lediglich der stark aufkommenden Schweizerin Olivia Leunig geschlagen geben. Mit dem zweiten Platz qualifizierte sich Hauschild direkt für das Viertelfinale.

Im Junioren-Einer gelang Oskar Müller ein überzeugender Auftakt. Der Athlet des RV Wandsbek kontrollierte den fünften Vorlauf und gewann vor seinem US-amerikanischen Konkurrenten. Damit zog auch Müller sicher in die nächste Runde ein.

 

Deutsche Zweier setzen starke Akzente

Für einen weiteren deutschen Vorlaufsieg sorgten Jan Kohlbach und Niclas Brell. Das Duo der Halleschen Ruder-Vereinigung Böllberg und Nelson setzte sich im Junioren-Zweier ohne gegen die hoch eingeschätzten Italiener durch und unterstrich damit bereits im ersten Rennen seine Ambitionen.

Auch der Juniorinnen-Doppelzweier hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. Maike van Beek von der RRG Mülheim und Helena Tibitanzl von der Frankfurter RG „Germania“ 1869 gewannen ihren Vorlauf souverän und erreichten ungefährdet die nächste Runde.

Maria Pesch und Charlotte Paulat, beide vom Alster-RV Hanseat von 1925, belegten im Vorlauf des Juniorinnen-Zweiers ohne den dritten Platz. Damit lösten auch sie das Ticket für die nächste Runde durch die Zeitregel. 

 

Doppelvierer überzeugen

Der deutsche Junioren-Doppelvierer bestätigte seine starke Form. Philipp Prüfer, Jakob Gelsen, Anori Benz und Christopher tom Wörden dominierten ihren Vorlauf und fuhren einen ungefährdeten Sieg ein. Das Quartett präsentierte sich geschlossen und gehört nach diesem Auftritt weiterhin zu den aussichtsreichen deutschen Booten in Plovdiv.

Auch der Juniorinnen-Doppelvierer steht im Halbfinale. Elena Schweisthal, Maja Meerbach, Kaya Wölk und Greta Amort mussten sich in ihrem Rennen lediglich den starken Rumäninnen geschlagen geben. Mit dem zweiten Platz erreichte das deutsche Boot sicher die nächste Runde.

 

Starker Endspurt des Junioren-Vierers

Ein beherztes Rennen zeigten Yoan Ivanov, Ole Tietz, Jonas Holst und Henrik Möller im Junioren-Vierer ohne. Das deutsche Quartett setzte die lange führenden Spanier auf den letzten Metern noch einmal stark unter Druck und kam beinahe an ihnen vorbei. In einem anspruchsvoll besetzten Feld zeigte der Vierer eine Leistung, die für die kommenden Rennen Mut macht.

Der Juniorinnen-Vierer ohne mit Pia Kleine-Möllhoff, Sophia Reineke, Emma Bartelmeß und Luise Paulett Wartmann beendete seinen Vorlauf auf dem fünften Platz. Für das Quartett ist damit das Rennen um die Medaillen vorbei.

 

Juniorinnen-Achter auf Rang zwei, Junioren siegen im Vorlauf 

Im Bahnverteilungsrennen des Juniorinnen-Achters erreichte das deutsche Großboot einen guten zweiten Platz hinter den starken Rumäninnen. Hannah Eckert, Jonna Thiebes, Caitlin Morton, Mathilda Wendler, Emilia Kreutz, Pia Hagel, Meike Mattheis und Carla Zajonc sowie Steuerfrau Mia-Sophie Walesch sammelten damit wichtige Rennerfahrung für die entscheidenden Läufe.

Der Junioren-Achter mit Paul Tamussino, Julius Engelmann, Pepe Jonuscheit, Jakob Große Beilage, Jan Henner de Boer, Lars Berkemeyer, Richard Haack und Max Leon Brückelmeier sowie Steuerfrau Ella Lötsch komplettierte das deutsche Tagesprogramm im zweiten Vorlauf mit einer sehr starken Sieg gegen spurtende Rumänen. 

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