Special Olympics Rudern wird Teil des Deutschen Meisterschaftsruderns
Mit der Aufnahme von Special Olympics (SO)-Rennen in das Deutsche Meisterschaftsrudern wird ein wichtiger Schritt für mehr Inklusion im Rudersport vollzogen. Special Olympics Athletinnen und Athleten sind Ruderinnen und Ruderer mit geistiger Beeinträchtigung, die nach den Zulassungskriterien von Special Olympics Deutschland startberechtigt sind.
Künftig erhalten SO-Athletinnen und -Athleten die Möglichkeit, sowohl bei den Deutschen Sprintmeisterschaften über Streckenlängen zwischen 300 und 500 Metern als auch beim Deutschen Meisterschaftsrudern über die olympische Distanz von 2.000 Metern an den Start zu gehen. Die Deutschen Meisterschaften im Special Olympics Rudern werden dabei gemeinsam mit den Deutschen Kleinbootmeisterschaften ausgetragen.
Zunächst erfolgt die Aufnahme der Wettbewerbe als Erprobungsmaßnahme im Einer und Zweier. Es gibt Frauen, Männer und Mixwettbewerbe. Die Mannschaftsbootrennen werden als sogenannte Guide-Rennen ausgeschrieben. Es ist vorgeschrieben, dass mindestens die Hälfte der Crew aus Athletinnen und Athleten mit Beeinträchtigung besteht.
Die Integration der SO-Wettbewerbe in die nationalen Meisterschaften unterstreicht das wachsende Engagement des Rudersports für Teilhabe und Chancengleichheit. Bereits in diesem Jahr wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Erstmals war Rudern Teil der Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland im Saarland. Die erfolgreiche Premiere zeigte das große Potenzial des inklusiven Rudersports und die Begeisterung der Athletinnen und Athleten.
Mit der Aufnahme der SO-Rennen in das Deutsche Meisterschaftsrudern wird den Sportlerinnen und Sportlern nun eine weitere hochkarätige Wettkampfplattform geboten. Gleichzeitig setzt der Deutsche Ruderverband ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung eines inklusiven Leistungssports, in dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam sportliche Erfolge erleben können.
„Ich freue mich, dass die Special Olympics Rennen nun Teil des Deutschen Meisterschaftsruderns sind. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Inklusion im Rudersport. Für die Premiere der SO-Rennen bei den Deutschen Sprintmeisterschaften Mitte Oktober in Kettwig hoffe ich auf zahlreiche Meldungen und eine starke Beteiligung der Athletinnen und Athleten“, sagt Sina Burmeister, Vorständin Jugend im Deutschen Ruderverband.
Louisa Heinz von Special Olympics Deutschland: „Die Aufnahme der Special Olympics Rennen in das Deutsche Meisterschaftsrudern ist ein bedeutender Meilenstein für die Weiterentwicklung des inklusiven Rudersports. Sie zeigt, wie erfolgreich die enge Zusammenarbeit zwischen Special Olympics Deutschland und dem Deutschen Ruderverband seit dem Beginn unserer Kooperation im Jahr 2023 ist und welche Chancen gemeinsames Engagement für mehr Teilhabe schafft.“ Bundestrainerin Rudern, Louisa Weinz bei Special Olympics Deutschland."