29. Jan. 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

Sturmschäden im Trainingslager der deutschen Männer-Nationalmannschaft in Lago Azul

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Ein schweres Unwetter hat am frühen Mittwoch Morgen das Trainingslager der deutschen Männer-Nationalmannschaft in Lago Azul getroffen und dabei erhebliche Schäden am Bootsmaterial verursacht. Verletzt wurde dabei niemand.

Das Unwetter zog zwischen 5:00 und 7:00 Uhr über das Trainingszentrum hinweg. Infolge des Sturms wurden insgesamt 14 Skullboote und sechs Riemenboote beschädigt. Die Situation vor Ort ist weiterhin herausfordernd, auch da die Infrastruktur stark beeinträchtigt ist. Aktuell steht kein Internet zur Verfügung, Strom kann lediglich über ein Dieselaggregat bereitgestellt werden.

Cheftrainer Schwarzrock beschreibt die Lage aus Lago Azul wie folgt: „Den Umständen entsprechend geht es uns gut. Das Unwetter war extrem heftig – in dieser Form habe ich das noch nicht erlebt, fast wie ein Hurricane. Vor rund zehn Jahren hatten wir hier schon einmal eine ähnliche Situation. Aufgrund dieser Erfahrung war das Material diesmal eigentlich besser gesichert. Es ist keine schöne Geschichte, aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen.“

Trotz der Schäden wurde unter der Führung der sportlichen Leitung umgehend eine abgestimmte Krisen- und Ersatzplanung organisiert. Ziel ist es, das Trainingslager – soweit möglich – fortzuführen und schnell wieder in geregelte Abläufe zurückzukehren.

Unterstützung ist bereits unterwegs: Marcus Schmitz, Leiter Bootstechnik und Transportwesen im Deutschen Ruderverband, befindet sich mit Ersatzmaterial auf dem Weg nach Lago Azul über Eberbach, mit Ankunft voraussichtlich am Freitagabend oder Samstag. Dank der schnellen und unkomplizierten Hilfe des Bootsbauers Empacher kann ab Samstag wieder mit einem geregelten Trainingsbetrieb gerechnet werden.

Sportlich bleibt die Mannschaft handlungsfähig
Der Männer-Riemenbereich verfügt über ausreichend Material, der Doppelvierer befindet sich bereits wieder auf dem Wasser, zudem stehen noch vier Einer zur Verfügung. Heute lief das Training fast „normal“. 

Abschließend betont Cheftrainer Schwarzrock trotz aller Einschränkungen den positiven Teamgeist vor Ort: „Wir lassen uns nicht unterkriegen und konzentrieren uns auf das, was möglich ist – auch wenn das Wetter aktuell besser sein könnte.“