17. Aug. 2026 | Coastal Rowing | von Deutscher Ruderverband

"Triathlet" Lars Wichert dominiert Deutsche Coastal Meisterschaft auf der Langstrecke in Flensburg

Vom 14. bis 16. August 2026 war Flensburg erneut Schauplatz hochklassigen Coastal Rowings. Neben einer internationalen Beach-Sprint-Regatta richtete der Ruderklub Flensburg die Deutsche Coastal Meisterschaft auf der Langstrecke aus. Zahlreiche Ruderinnen und Ruderer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie internationale Gäste gingen auf der anspruchsvollen Strecke an den Start.

Am Sonntag, dem 16. August, fielen die Entscheidungen in acht Bootsklassen. Dabei waren Ausdauer, Navigation und der sichere Umgang mit den besonderen Bedingungen des Küstenruderns gefragt. Der "Triathlon-Rückkehrer" Lars Wichert dominierte hierbei die Meisterschaften und siegte im Männer-Einer und im Männer-Doppelzweier gegen starke Konkurrenz. 

Die Deutschen Meisterinnen und Meister

Im Frauen-Einer setzte sich Annika Steinau vom Kölner Ruderverein von 1877 in 30:35,7 Minuten durch. Silber gewann Carina Hein vom RC Allemannia Hamburg, Bronze ging an Miriam Kickelhayn vom Frankfurter Ruder-Club 1884/Goethe-Universität Frankfurt.

Den Titel im Männer-Einer sicherte sich Lars Wichert vom RC Allemannia Hamburg in 29:24,9 Minuten. Sein Vereinskamerad Malte Hein folgte nur 14,7 Sekunden später auf dem zweiten Platz. Christian Grimm vom Osnabrücker Ruder-Verein komplettierte das Podium.

Im Frauen-Doppelzweier triumphierten Annika Steinau und Annika Weber für den Kölner Ruderverein und die Renn-Ruder-Gemeinschaft Mülheim an der Ruhr. Mit einer Zeit von 29:01,4 Minuten verwiesen sie Anna-Katharina Schröder und Larissa Gather sowie Antonia Klier und Katharina Hoffmann auf die weiteren Medaillenränge.

Der Titel im Männer-Doppelzweier ging an Ingo Voigt vom Ruderklub Flensburg und Lars Wichert vom RC Allemannia Hamburg. Das Duo gewann in 26:46,9 Minuten mit knapp neun Sekunden Vorsprung vor Adrian Klingemann und Artem Zakharov. Bronze holten Leander Spalek und Luis Haack.

Im Mixed-Doppelzweier siegten Helen Pabst und Oskar Kroglowski vom Ersten Kieler Ruder-Club in 27:08,9 Minuten. Carina und Malte Hein vom RC Allemannia Hamburg belegten den zweiten Platz, gefolgt von Adrian Klingemann und Larissa Gather.

Den Frauen-Doppelvierer mit Steuerperson gewann eine Renngemeinschaft der Rudergesellschaft München, des Mainzer Ruder-Vereins und des Rostocker Ruderclubs. Anne Kistenpfennig, Antonia Klier, Katharina Hoffmann und Maja Meerbach erreichten gemeinsam mit Steuermann Jacob Michalski nach 28:54,6 Minuten das Ziel. Silber ging an den Ersten Kieler Ruder-Club, Bronze an eine norddeutsche Renngemeinschaft.

Im Männer-Doppelvierer mit Steuerperson setzte sich die Renngemeinschaft mit Lucas Schäfer, Maiko-Benedikt Remmers, Oskar Kroglowski und Raoul Overath sowie Steuerfrau Elisa Trog durch. Das Siegerboot benötigte 23:30,0 Minuten. Auf den Plätzen zwei und drei folgten eine Renngemeinschaft um Konstantin Kluge vom Ruderklub Flensburg sowie das Boot von Wassersportverein Honnef, Waginger Ruderverein, Hannoverschem Ruder-Club und RC Allemannia Hamburg.

Den abschließenden Massenstart des Mixed-Doppelvierers gewann die Renngemeinschaft mit Helen Pabst, Maja Meerbach, Mathis Lötzsch und Maximillian Heidrich sowie Steuermann Jacob Michalski in 26:00,7 Minuten. Platz zwei ging an Annika Salwiczek, Celina Grunwald, Lewin Weychardt und Sebastian Mayer mit Steuerfrau Tiannah Carow. Bronze holten Anna Louisa Kollster, Gunnar Kock, Julia Schütrumpf und Niklas Meyer mit Steuerfrau Enya Freudenberg.

Erfolgreiches Heimspiel für den Ruderklub Flensburg

Auch die Aktiven des gastgebenden Ruderklubs Flensburg präsentierten sich erfolgreich. Den sportlichen Höhepunkt bildete der Deutsche Meistertitel von Ingo Voigt im Männer-Doppelzweier gemeinsam mit Lars Wichert. Eine weitere Silbermedaille gewann Konstantin Kluge im Männer-Doppelvierer.

Im Mixed-Doppelvierer gingen Silber und Bronze an Boote mit Flensburger Beteiligung. Lewin Weychardt ruderte im zweitplatzierten Boot, während Gunnar Kock und Niklas Meyer zur drittplatzierten Mannschaft gehörten. Weitere beachtliche Ergebnisse erzielten Konstantin Kluge mit Rang vier im Männer-Einer, Maibritt Grossert mit Platz vier im Frauen-Einer sowie die Flensburger Frauenmannschaften mit Rang fünf im Doppelvierer und Rang sechs im Doppelzweier.

Internationale Beteiligung

Die internationale Wertung unterstrich den grenzüberschreitenden Charakter der Veranstaltung. Siege gingen an den Nykøbing Falster Roklub im Frauen-Einer und Frauen-Doppelvierer, an den Horsens Roklub im Mixed-Doppelzweier sowie an den Humlebæk Roklub im Männer-Doppelzweier.

Die drei Regattatage boten spannende Rennen und zeigten die gesamte Bandbreite des Coastal Rowings – vom dynamischen Beach Sprint bis zur taktisch und konditionell anspruchsvollen Langstrecke. Mit einer Deutschen Meisterschaft, internationaler Beteiligung und mehreren starken Resultaten der heimischen Aktiven war die Coastal-Regatta 2026 ein besonderer Höhepunkt im Flensburger Ruderkalender.

Credit: Speedphotos