U23: Saisonstart mit Trainingslager in Spanien, Heim-WM als großes Ziel
Der Neuaufbau der U23-Nationalmannschaft beginnt mit einem Trainingslager in Spanien. Vom 14. bis zum 27. Februar 2026 hoffen 41 Sportler, ihre Trainer und Betreuer auf gute Bedingungen in Mequinenza. Schon seit 2013 kommen die deutschen Nachwuchs-Ruderer regelmäßig zu einem Frühjahrstrainingslager hierher. Der aufgestaute Ebro, an dem sich das gut 200 Kilometer südöstlich von Barcelona gelegene Dorf befindet, ist ein beliebtes Wassersportrevier. Vorhergesagt ist nach Regen und Sturm ohne Ende über der iberischen Halbinsel endlich ein Hochdruckgebiet, aber auch teilweise sehr starker Wind.
Bei der Weltmeisterschaft vergangenes Jahr in Poznan (Polen) holten die deutschen U23-Sportler zehn Medaillen – so viele wie keine andere Mannschaft. Nur ein Titel blieb dem DRV-Nachwuchs versagt. Die WM ist auch 2026 der Saisonhöhepunkt. Und sie findet noch dazu im eigenen Land statt. Vom 23. bis 26. Juli auf der Regattabahn Duisburg am Start sein zu können und dabei von Familie und Freunden angefeuert zu werden – das ist sicher ein besonderer Anreiz.
Dirk Brockmann hofft auf möglichst viele Kilometer
U23-Bundestrainer Dirk Brockmann hofft für die zwei Wochen in Mequinenza darauf, „dass wir möglichst viele Kilometer zusammenbringen, die Neulinge gut aufnehmen und bei aller Intensität auch in der Gemeinschaft Spaß haben“. Ein Streckenfahren soll es noch nicht geben, „wir haben uns trainingsmethodisch dagegen entschieden und wollen die Belastung anders setzen“.
Der überwiegende Teil der Teilnehmer hat im vergangenen Jahr bereits WM und/oder EM bestritten, bei den aus dem U19-Bereich aufgestiegenen Ruderern spielten auch die Leistungen bei der Langstrecke Dortmund im vergangenen Herbst eine wichtige Rolle. Im Bereich Männer Riemen wurden einige schon zusammen trainierende Zweier eingeladen. Im Männer Skull fehlen mit Paavo Schewe, Felix Krones und Julius Klein starke Ruderer, da sie gerade mit dem A-Kader das Trainingslager in Portugal absolviert haben. Gleiches gilt natürlich für Ole Hohensee, der vergangenes Jahr bei der A-WM mit dem deutschen Doppelvierer Rang fünf erreicht hat.
Dass Frauen Skull mit nur wenigen Sportlerinnen vertreten ist, lag auch an arbeits- und studienbedingten Absagen. Charlotte Luster ist zudem parallel beim A-Trainingslager in Portugal dabei. Im Frauen Riemen liegt der Schwerpunkt zunächst auf dem Vierer ohne, da im Laufe der Saison noch Studentinnen aus den USA dazu kommen werden, mit denen zu rechnen sein wird.
Weitere Wegmarken der Saison werden die Langstrecke Leipzig, die Kleinboot-Meisterschaft in München, eine interne Regatta zur Mittelbootbildung in Racice (Tschechien) und die Jahrgangsmeisterschaft in Essen sein.
Für das Trainingslager nominiert sind, Frauen Riemen: Sara Grauer (RV Münster), Lene Holkenbrink (RC Allemannia), Gesa Junge, Aenne zum Felde (beide RG Hansa), Tabea Koop (RC Rapid Berlin), Alina Krüger (RV Kappeln), Florentina Riffel, Leonie Ristow (beide RC Potsdam), Emma Sander (Schweriner RG), Raphaela Werner (Mainzer RV).
Frauen Skull: Frederike Patorra (RV Wolgast), Anna Schiefer (Deutscher RC), Tjorven Stina Schneider (RV Bochum), Julia Stöber (Kettwiger RG), Pauline von Hobe-Gelting (RV Kappeln), Ida Janssen (RC Nassovia Höchst).
Männer Riemen: Justus Beckmann (RV Bochum), Moritz Bitz (Marbacher RV), Leo Fischer (Bremer SC), Maximilian Gillmann, Ben Tazir (beide RC Favorite Hammonia), Max Göde (Schweriner RG), Leon Gronbach (RG Speyer), Julius Kalm (TV Essen-Kupferdreh), David Kalle (RC Herdecke), Leon Lenk (RC Potsdam), Franz Rudolph, Carl Sgonina (beide Dresdner RC), Julius Schüller (AR Leipzig), Lars Trampert (Karlsruher RV Wiking), Julius Watzka (Cannstatter RC Stuttgart), Lino Zastrow (USV TU Dresden), Mia Wegele (Steuerfrau, Crefelder RC).
Männer Skull: Jonathan Ebel (Hannoverscher RC), Jakob Geyer, Yannik Sens (beide Berliner RC), Lukas Haaser (Laubegaster RV Dresden), Jesse Ilsemann (RG Hansa), Noel Jaschka (RV Rauxel), Tom Olbrich (Dresdner RV), Jakob Rastetter (Hanauer RC).