02. Febr. 2026 | Indoor | von Deutscher Ruderverband

Vier Wochen, vier Challenges – eine sehr erfolgreiche Women’s Rowing Challenge endet mit dem Kasseler Regattaverein als Sieger

Anna Reichel - einer der drei Teilnehmerinnen, die die letzten Challenges hochgeladen hab und damit die WRC erfolgreich beendeten.
Kathrin Decker - einer der Teilnehmerinnen, die die letzten Challenges hochgeladen hab und damit die WRC erfolgreich beendeten.
Melina Kirsch - die letzte Teilnehmerin, die die letzte Challenge hochgeladen hat und damit die WRC erfolgreich beendeten.
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Die Women’s Rowing Challenge 2026 ist erfolgreich zu Ende gegangen – und sie hat neue Maßstäbe gesetzt. Was für viele eine Hassliebe ist, erwies sich einmal mehr als verbindendes Element: das Ergometer. In den Wintermonaten wurde es für tausende Ruderinnen zum zentralen Trainingsgerät und zum Symbol für Gemeinschaft, Motivation und sportlichen Ehrgeiz.

Katharina von Kodolitsch zeigte sich begeistert: „Die Women’s Rowing Challenge 2026 war ein sportlicher Erfolg auf ganzer Linie: Über 63 Millionen geruderte Meter, eine außergewöhnlich hohe Beteiligung und ein spürbarer Leistungswille der Teilnehmerinnen zeigen die enorme Energie dieser Challenge. Der hohe Durchschnitt pro Ruderin macht deutlich, dass hier nicht nur mitgemacht, sondern ambitioniert trainiert und gemeinsam über Grenzen gegangen wurde. Die Challenge steht damit für Motivation, Gemeinschaft und die inspirierende Kraft des Frauensports.“ 

Sina Burmeister, Vorständin Jugend des DRV, richtet den Blick in die Zukunft: "Die Women´s Rowing Challenge hat uns einmal mehr gezeigt, was für ein Potential im Ergorudern liegt. Das in Verbindung mit innovativen digitalen Apps zeigt den Weg auf, den wir im Rudern gehen müssen. Wir brauchen mehr niederschwellige Angebote und wollen diese auch schaffen, um Mitgliedergewinnung und -bindung sinnvoll zu verbinden." 

Mit 63.189.633 geruderten Metern von 5817 aktiven Teilnehmerinnen wurde bei der Women’s Rowing Challenge ein neuer Challenge-Rekord aufgestellt. Eine Zahl, die eindrucksvoll zeigt, mit welchem Engagement und welcher Leidenschaft die Teilnehmerinnen dabei waren. 2650 Teilnehmerinnen absolvierten alle 4 Challenges, die Gewinnerinnen werden in den nächsten Tagen separat veröffentlicht. 

Vier Wochen, vier Challenges – eine starke Gemeinschaft
Auch 2026 bestand die Challenge aus vier aufeinander aufbauenden Etappen mit Belastungszeiten von 8, 15, 22 und 30 Minuten auf dem Concept2-Ergometer. Ziel war es, in jeder Runde möglichst viele Meter zu sammeln – für sich selbst, für den Verein und für die gemeinsame Gesamtwertung. Am Ende nahmen 5.817 aktive Ruderinnen erfolgreich an der Challenge teil. 

Erfolgreiche Vereine und starke Organisation
Insgesamt gingen 215 Vereine aktiv in die Wertung ein. Unterstützt wurden sie von 318 Managerinnen, wodurch eine stabile und verlässliche Organisationsstruktur entstand. Der Kasseler Regattaverein siegte mit 2.696.040m vor dem Hamburger Ruderinnen-Club von 1925 e.V. (1.557.402m) und dem Wassersportverein Meppen (1.549.783m). 

Herausragende Einzelleistungen

Besonders stark präsentierten sich die Altersklassengewinnerinnen der Women’s Rowing Challenge 2025:

Über alle Altersklassen hinweg gewann Fiona Weber (Mannheimer Ruder-Club von 1875 e.V.) mit 20.087m vor Judith Wargers (Lingener Rudergesellschaft e.V. von 1923) mit 20.039m und Marie-Sophie Zeidler (Donau-Ruder-Club Ingolstadt e.V.) mit 19.816m. Judith Wargers verbessert sich nicht nur zu 2025 um 212m, sondern holte sich am Wochenende den Deutschen Meistertitel auf dem Ergometer. 

U18: Isabella Baaser (Wassersportverein Geisenheim 1912 e.V.) – 18.975 Meter

U30: Fiona Weber (Mannheimer Ruder-Club von 1875 e.V.) -  20.087 Meter

Ü30: Judith Wargers (Lingener Rudergesellschaft e.V. von 1923) – 20.039 Meter

Ü45: Marie-Louise Dräger (Lübecker Rudergesellschaft von 1855 e.V.) - 19.362 Meter

Ü60: Silvia Bartnik (Kasseler Regattaverein e.V.) – 18.453 Meter 

Selbstregistrierung als Erfolgsfaktor
Ein zentrales Novum der Women’s Rowing Challenge 2026 war die konsequente Einführung der Selbstregistrierung. Von den 5.817 aktiven Teilnehmerinnen registrierten sich 3.433 Ruderinnen selbst, während 2.759 Teilnehmerinnen über Vereine und Managerinnen verwaltet wurden. Damit erfolgten rund 59 Prozent aller Teilnahmen über die Selbstregistrierung. Diese Zahlen belegen klar, dass die neue Systematik von den Sportlerinnen angenommen wurde und einen wichtigen Beitrag zur Skalierbarkeit und Entlastung der Vereinsstrukturen geleistet hat.

Sportliche Leistung auf hohem Niveau
Die Gesamtleistung von über 63 Millionen Metern entspricht einem Durchschnitt von rund 10.860 Metern pro aktiver Teilnehmerin. Damit zeigte sich deutlich, dass die Women’s Rowing Challenge 2026 keine reine Mitmachaktion war, sondern von echter sportlicher Beteiligung geprägt wurde – breitensportlich zugänglich und zugleich leistungsorientiert.

Sichtbarkeit, Social Cards und Engagement
Ein wichtiger Baustein der Challenge war die digitale Sichtbarkeit. Insgesamt wurden mehr als 900 Social Cards erstellt und geteilt. Rund 30% Prozent der aktiven Teilnehmerinnen nutzten dieses freiwillige Social-Sharing-Format – eine für vergleichbare Formate außergewöhnlich hohe Quote, die die Identifikation der Ruderinnen mit der Challenge unterstreicht.

Ergänzend dazu wurde in den letzten fünf Tagen der Challenge ein digitales Empfehlungs-System für Botschafterinnen eingeführt. 120 Teilnehmerinnen erzeugten einen persönlichen Einladungscode. Die drei besten Botschafterinnen und Botschafter für die Challenge waren Ingrid Ermler, Andrea Winkler und Stephan Albrecht. Sie werden separat geehrt mit einer Sonderwertung.

Trotz des späten Startzeitpunkts in der Challenge erwies sich das System als funktionierender "Proof of Concept" für persönliche Aktivierung und Community-Wachstum. Aufgrund der Begeisterung der Teilnehmerinnen über die Social Cards hatten die DRV-Verantwortlichen das Empfehlungs-System schon 2026 implementieren lassen. 

Gemeinsam rudern – gemeinsam wachsen
Die Women’s Rowing Challenge 2026 hat erneut gezeigt, wofür sie steht: Teamgeist, Durchhaltevermögen und die Freude an gemeinsamer Bewegung – unabhängig von Alter, Leistungsniveau oder Vereinszugehörigkeit. Sie war sportlich erfolgreich, organisatorisch stabil und kommunikativ wirksam. Mit neuen Rekordzahlen, einer starken Vereinsbasis und erfolgreich getesteten digitalen Instrumenten ist die Challenge bestens gerüstet für die kommenden Jahre. Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen – ihr habt eindrucksvoll bewiesen, dass Rudern weit über das Wasser hinaus verbindet.

Rankings der Women´s Rowing Challenge 2026