World Rowing Virtual Indoor Championships 2026: 31 deutschen Finalteilnahmen
Vom 21. bis 22. Februar fanden die Vorläufe statt, am 28. Februar folgen die Finals. Die geografische Vielfalt ist beeindruckend: Von Iran bis Indien, von Australien bis Österreich messen sich Ruderer aller Altersklassen und Leistungsniveaus virtuell miteinander.
Was die Veranstaltung besonders macht: Die Kombination aus Erreichbarkeit und Hochleistungssport. Während Freizeitsportler von zu Hause teilnehmen können, nutzen auch Top-Athleten die Gelegenheit, sich international zu messen.
Olympioniken am Start
In der Starterliste findet man auch Stars des Rudersports. Andrea Panizza aus Italien, erst im Januar zum World Rowing Crew of the Year gekürt und drei Tage vor der WM mit 2:38,0 min einen neuen Weltrekord gerudert, tritt im 1000m-Event an. Der Silbermedaillengewinner von Paris 2024 zeigt damit, dass Indoor-Rowing längst mehr ist als nur Wintertraining und strebt sicherlich einen weiteren Weltrekord an.
Thomas Vinther aus Dänemark und Andrea Panizza werden sich über 1 Minute einen Kampf liefern, schon in den Vorrennen war dies hochspannend. Die wachsende Professionalisierung zeigt sich auch in der Struktur. Neben den klassischen Einzelwettkämpfen über verschiedene Distanzen (1 Minute, 1000m, 5000m) gibt es mittlerweile auch Relay-Wettbewerbe. Als Favoriten im Mixed-Relay gelten der Schweizer Loïc Schalbetter und die Dänin Vár Hansen – eine Kombination zweier Indoor-Rowing-Ikonen.
Weltrekord-Jagd auf dem Ergometer
Im 1-Minuten-Sprint hält Vár Guriardóttir Hansen von den Färöer-Inseln den Weltrekord mit 366 Metern, im Vorlauf zeigte sie schon ein erstes Ausrufezeichen mit 364 Meter. Die Indoor-Spezialistin gewann 2025 die World Rowing Virtual Series und setzt auch beim Versa Challenge in Singapur Maßstäbe. Auch der Deutsche Ruderverband ist mit zahlreichen Athletinnen und Athleten vertreten, die sich in unterschiedlichen Altersklassen und Disziplinen für die Finals qualifiziert haben.
Nachfolgend die deutschen Finalstarter – sortiert Disziplin und Vorlaufplatzierung sowie bei 5000 Metern der Qualifikationszeit:
1-Minute-Finals
Finn Söllner (21-22) - 3. Platz im Vorlauf
Hannes Lörwald (23-39) - 5. Platz im Vorlauf
Luis Haack (23-39) - 5. Platz im Vorlauf
Uwe Kaula - Rang 2 im Vorlauf in der schweren und leichten Kategorie
Helger Schader (50–54) - 1. Platz im Vorlauf
Jan Grefe (50–54)- 4. Platz im Vorlauf
Peter Schuhn (65 - 69 Leichtgewicht) - Platz 6 im Vorlauf
Jörg Oppor (70–74 Jahre) 4. Platz im Vorlauf
Jürgen Eisner (75–79 Jahre) 3. Platz im Vorlauf
Annika Sauter (23–39 Leichtgewicht) 5. Platz im Vorlau
Mona Ardeleanu (40–44 Leichtgewicht) 4. Platz im Vorlauf
Jenny Spott (45–49) 4. Platz im Vorlauf
Diana Häse (45–49 Leichtgewicht) 3. Platz im Vorlauf
Claudia Ciescholka (50–54 Leichtgewicht) 2. Platz im Vorlauf
Gudrun Klein (65–69 Jahre) 3. Platz im Vorlauf
Maria Gabriele Alsbach (70–74 Jahre) 3. Platz im Vorlauf
Harald Sauer (IAR4) 5. Platz im Vorlauf
1000-Meter-Finals
Lukas Rücken (23–39) 4. Platz im Vorlauf
Claudia Ciescholka (50 - 54 Leichtgewicht) - 2. Platz im Vorlauf
Gudrun Klein (65–69) 2. Platz im Vorlauf
Maria Gabriele Alsbach (70–74) 1. Platz im Vorlauf
Jörg Frasunekiewicz (70–74) 4. Platz im Vorlauf
Jürgen Nentwig (70–74 Leichtgewicht) 4. Platz im Vorlauf
Juergen Eisner (75–79) 4. Platz im Vorlauf
Harald Sauer (IAR4) 6. Platz im Vorlauf
Sebastian Stuart (IAR6) 2. Platz im Vorlauf
Anne Christin Klose (IAR6) 5. Platz im Vorlauf
5000-Meter-Finals
Paula Heinen (23–39 Jahre) - Qualifikationszeit: 19:07,5 - Rang 12
Benjamin Reuter (23–39 Jahre) - Qualifikationszeit: 15:54,6 - Rang 1
Andreas Werner (45–49 Jahre) Qualifikationszeit: 16:47,1 - Rang 19
Sydney Calvin Garbers (23–39 Jahre) Qualifikationszeit: 16:47,7 - Rang 20
Mit insgesamt 31 Finalstarts ist der Deutsche Ruderverband über mehrere Alters- und Leistungsklassen hinweg stark vertreten – über die Kurzdistanz von einer Minute, die 1000-Meter-Entscheidungen bis hin zum 5000-Meter-Ausdauerfinale.
Die Finals werden live übertragen und begleiten die Entscheidungen bis in die Abendstunden. Damit bietet sich die Gelegenheit, die deutschen Athletinnen und Athleten bei ihren Rennen auf internationaler Bühne zu verfolgen.
Der Deutsche Ruderverband wünscht allen Starterinnen und Startern viel Erfolg bei den World Rowing Virtual Indoor Championships 2026 und freut sich, wenn Bilder oder Videos an oliver.palme@rudern.de gesendet werden.