24. Juli 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

Vier weitere DRV-Boote im Finale - Männer-Doppelvierer gewinnt sein Halbfinale

Der Deutsche Ruderverband hat am zweiten Wettkampftag der U23-Weltmeisterschaften in Duisburg vier weitere Boote ins A-Finale gebracht. Besonders überzeugend präsentierte sich erneut der Männer-Doppelvierer, der nach seinem Vorlauf auch das Halbfinale gewann. Der Männer-Doppelzweier mit Christian Aethner und Tom Olbrich, sowie Paula Lutz und Jesse Ilsemann in den beiden Einern sicherten sich ebenfalls einen Platz in den Rennen um die Medaillen.

Vier weitere deutsche Boote zogen ins B-Finale ein. Der Männer-Zweier ohne Steuermann, der Frauen-Doppelzweier und der Männer-Vierer ohne Steuermann verpassten die A-Finalqualifikation jeweils als Vierte nur um einen Rang. Luca Britten belegte im Leichtgewichts-Männer-Einer den fünften Platz. In den beiden C-Finals zeigten der Frauen-Zweier ohne Steuerfrau (Platz 3) und der Frauen-Vierer ohne Steuerfrau (Platz 2) gute Leistungen. 

U23-Bundestrainer Dirk Brockmann: „Gestern kam durch die Verlegung der Halbfinals Unruhe auf. Das wurde gut gemeistert, das war eine wichtige Erfahrung. Heute haben wir beim Männer-Vierer ohne wirklich Pech gehabt, die schweren Einer haben dagegen positiv überrascht. Jesse hat durch die Verschiebung zusätzliche Aufgaben lösen müssen, sich aber mit einer starken Leistung das Ticket für das Finale geholt. Der Männer-Doppelvierer hat in einem starken Feld gezeigt, wie man ein Rennen von der Spitze dominiert. Ich bin zufrieden mit den gezeigten Leistungen, jetzt müssen sich die Mannschaften in den letzten Rennen noch einmal steigern. Nur mit einer Spitzenleistung reicht es zu einer Medaille auf diesem Niveau.“

DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock: “Wir haben sieben olympische Finalteilnahmen und drei bei den Leichtgewichten, das ist erstmal positiv. Der Männer-Vierer ohne hätte heute das Weiterkommen verdient gehabt, das war einfach Pech. Im anderen Lauf hätten sie mit der Zeit gewonnen. Der Skullbereich gerade bei den Männern präsentiert sich stark, im Riemenbereich sind die Aufgaben nicht kleiner geworden.”

 

Männer-Doppelvierer bestätigt seine Medaillenambitionen

Jakob Rastetter (Hanauer Ruderclub Hassia), Paavo Tore Schewe (Olympischer Ruder-Club Rostock), Yannik Sens (Berliner Ruder-Club) und Mads Schmied (Ruder-Club Potsdam) haben ihre starke Vorstellung vom ersten Wettkampftag eindrucksvoll bestätigt. Nachdem der deutsche Männer-Doppelvierer bereits seinen Vorlauf gewonnen hatte, setzte sich das von Tim Schönberg betreute Quartett auch im zweiten Halbfinale durch.

In 5:46,02 Minuten erreichte das deutsche Boot als Erstes das Ziel und sicherte sich damit eine gute Ausgangsposition für das A-Finale. In einer mit 18 Mannschaften stark besetzten Bootsklasse zählt der deutsche Doppelvierer nach zwei Siegen nun endgültig zum engeren Kreis der Medaillenkandidaten.

 

Männer-Doppelzweier sicher im A-Finale

Auch Christian Aethner (Hallesche-Ruder-Vereinigung Böllberg/Nelson) und Tom Olbrich (Dresdner Ruderverein) setzten ihre überzeugende Weltmeisterschaft fort. Der von Tim Grohmann betreute Männer-Doppelzweier belegte im ersten Halbfinale in 6:28,21 Minuten den zweiten Platz und löste damit souverän das Ticket für das A-Finale.

Bereits im Vorlauf hatten Aethner und Olbrich mit einem Sieg auf sich aufmerksam gemacht. Nun behaupteten sie sich erneut in einem der größten Felder dieser Titelkämpfe. Insgesamt waren 24 Doppelzweier gemeldet. Die deutsche Mannschaft hat sich damit in einer besonders leistungsstarken Bootsklasse unter den besten sechs Crews der Welt etabliert.

 

Paula Lutz und Jesse Ilsemann kämpfen um die Medaillen

Auch die beiden deutschen Einer stehen im A-Finale. Paula Lutz (Mannheimer Ruder-Club von 1875) belegte im ersten Halbfinale des Frauen-Einers in 7:42,84 Minuten den dritten Platz. Damit sicherte sie sich den letzten direkten Qualifikationsrang für das Medaillenrennen.

Die von Maximilian Pawlik betreute, international erfahrene deutsche Skullerin bestätigte damit ihren zweiten Platz aus dem Vorlauf. Im Finale trifft sie auf ein hochkarätig besetztes Feld mit mehreren Athletinnen, die bereits bei Junioren- und U23-Weltmeisterschaften Medaillen gewonnen haben.

Jesse Ilsemann (Ruder-Gesellschaft „Hansa“) erreichte im Männer-Einer ebenfalls als Dritter das A-Finale. In 7:09,22 Minuten setzte er sich im ersten Halbfinale auf dem entscheidenden Qualifikationsplatz durch. Angesichts von 25 gemeldeten Athleten und damit einem der größten Felder der Weltmeisterschaften ist der Finaleinzug für den von Jan Suhrhoff betreuten Einer bereits ein beachtlicher Erfolg.

 

Drei vierte Plätze führen ins B-Finale

Ensio Flöter (Ruderverein Hellas Offenbach) und Ole Hanack (Ruderverein Hellas Offenbach) verpassten im Männer-Zweier ohne Steuermann den Sprung in das A-Finale. Das von Ralf Hollmann betreute Duo belegte im zweiten Halbfinale in 6:51,51 Minuten den vierten Platz. Da nur die ersten drei Boote das Medaillenrennen erreichten, fehlte den beiden Deutschen lediglich ein Rang zur A-Finalqualifikation.

Auch Charlotte Luster (Hallesche-Ruder-Vereinigung Böllberg/Nelson) und Helena Brenke (Karlsruher Ruder-Verein Wiking) kamen im zweiten Halbfinale des Frauen-Doppelzweiers auf den vierten Platz. Damit verpasste das von Maximilian Pawlik betreute Duo ebenfalls knapp das A-Finale und wird nun im B-Finale um die Plätze sieben bis zwölf rudern.

Das gleiche Schicksal ereilte Georg Rieck (Berliner Ruder-Club), Jakob Knapp (Berliner Ruder-Club), Johannes Benien (Ruderverein Dorsten) und Maximilian Brill (Rudergesellschaft Speyer 1883) im Männer-Vierer ohne Steuermann. Der von Mathias Helmkamp betreute deutsche Vierer kam im zweiten Halbfinale nach 5:59,09 Minuten auf Rang vier. Auch für das Quartett geht es nun im B-Finale um den bestmöglichen Abschluss der Weltmeisterschaften.

 

Luca Britten ebenfalls im B-Finale

Luca Britten (Saarbrücker Rudergesellschaft Undine) konnte sich im Halbfinale des Leichtgewichts-Männer-Einers nicht für das A-Finale qualifizieren. Der deutsche Einer erreichte im zweiten Halbfinale in 7:11,36 Minuten den fünften Platz.

Nachdem der von Diethelm Maxrath betreute Britten im Vorlauf als Zweiter sicher weitergekommen war, reichte es in der nächsten Runde nicht für einen der drei Finalplätze. Im B-Finale bietet sich ihm nun die Gelegenheit, die Weltmeisterschaften mit einem erfolgreichen Rennen und einer Platzierung unter den besten zwölf Athleten abzuschließen.

 

Zwei Podiumsplätze in den C-Finals

Tabea Wittenburg (Landesruderverband Mecklenburg-Vorpommern) und Tia Häusler (Landesruderverband Mecklenburg-Vorpommern) beendeten ihre Weltmeisterschaft mit dem dritten Platz im C-Finale des Frauen-Zweiers ohne Steuerfrau. Das von Karsten Timm betreute Duo erreichte das Ziel nach 7:40,84 Minuten. Nach dem fünften Platz im Vorlauf gelang den beiden damit zum Abschluss eine Platzierung unter den ersten drei Booten ihres Finals.

Im Frauen-Vierer ohne Steuerfrau ruderten Melisa Mujic (Ruderverein Wandsbek), Marie Gelbert (Weilburger Ruderverein), Helena Wegener (Ruderklub am Wannsee) und Tabea Koop (Ruderclub Rapid Berlin) auf den zweiten Platz des C-Finals. In 6:49,36 Minuten zeigte das von Rick von Hooydonk betreute Quartett gegenüber dem Vorlauf eine deutlich verbesserte Leistung und beendete den gemeinsamen Start in dieser Bootsklasse mit einem versöhnlichen Rennen. Mehrere Athletinnen des Vierers kommen im weiteren Verlauf der Weltmeisterschaften noch einmal im erstmals ausgetragenen Mixed-Achter zum Einsatz.

 

Dreizehn deutsche Boote  im A-Finale

Die Bilanz der acht Halbfinals fällt ausgeglichen aus: Vier deutsche Boote erreichten das A-Finale, vier weitere das B-Finale. Mit den vier Qualifikationen vom Freitag erhöht sich die Zahl der bereits feststehenden deutschen A-Finalisten auf dreizehn. 

Am Donnerstag hatten sieben Boote ihr Ticket direkt gelöst: Jan Rothländer (Ruder-Club Bergedorf) im PR3-Männer-Einer, Nathalie Sendjuk (Ruderklub am Wannsee) im Leichtgewichts-Frauen-Einer, die beiden Leichtgewichts-Doppelzweier, der Frauen-Doppelvierer sowie die beiden Achter. Dazu kommen die beiden Mixed-Boote, die erst am Wochenende in den Fokus rücken. Der Mixed-Doppelzweier fährt am Samstag seine Vorrennen aus, der Mixed-Achter wird direkt im Finale ausgerudert. 

Hinzu kommen nun der Männer-Doppelvierer, der Männer-Doppelzweier sowie Paula Lutz (Mannheimer Ruder-Club von 1875) und Jesse Ilsemann (Ruder-Gesellschaft „Hansa“) in den Einern. Damit hat sich die deutsche Mannschaft bei der Heim-WM eine breite Präsenz in den Medaillenrennen erarbeitet. Die stärkste Ausgangsposition nimmt der Männer-Doppelvierer ein, der nach zwei Siegen ungeschlagen in das Finale geht.

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