DRV schickt achtzehn Boote zum Weltcup-Saisonauftakt auf den Guadalquivir
Am morgigen 29. Mai fällt der Startschuss zur Ruder-Weltcup-Saison 2026 in Sevilla, wo die internationale Elite nach fast 24 Jahren auf die traditionsreiche Strecke am Guadalquivir zurückkehrt. 2013 wurde in Sevilla die EM ausgerudert, aber jetzt ist die gesamte Weltspitze fast komplett am Start. Für den Deutschen Ruderverband (DRV) dient dieser erste von drei Weltcups als erste Leistungsüberprüfung, bei der sich insgesamt 499 Athleten aus 37 Nationen um Punkte für die Gesamtwertung bewerben.
Achtzehn Boote wird der Deutsche Ruderverband (DRV) zum Saisonauftakt schicken, um dort eine erste Standortbestimmung vorzunehmen. Diese umfassende Delegation, die in fast allen Bootsklassen vertreten ist, besteht aus einer Mischung etablierter Kräfte und neu formierter Mannschaften.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Männer-Einer und dem Duell des amtierenden Olympiasiegers Oliver Zeidler mit seinem großen Konkurrenten, dem griechischen Weltmeister Stefanos Ntouskos. Auch das Rennen im Frauen-Einer verspricht Spannung, denn Deutschland schickt mit Alexandra Föster eine erfahrene Athletin an den Start, die sich u. a. gegen die amtierende Weltmeisterin Fiona Murtagh aus Irland und Olympiasiegerin Karolien Florijn aus den Niederlanden beweisen muss. Bruno Hirsch im Leichtgewichts-Männer-Einer und Charlotte Burgdorf komplettieren das deutsche Aufgebot in den Einern komplettiert.
Umfangreich präsentiert sich die Mannschaft des DRV, die in Andalusien eine Mischung aus etablierten Kräften und neu formierten Teams aufbietet, um sich in den kleineren Bootsklassen zu positionieren. Im Männerbereich sind im Zweier ohne Steuermann Leonard Brahms mit Frederik Breuer gemeldet, während im Doppelzweier die Teams Arno Gaus mit Moritz Kuepper und Tom Graenitz mit Oliver Holtz um vordere Platzierungen kämpfen; bei den Frauen starten Luise Bachmann und Tabea Schendekehl im Zweier ohne Steuerfrau, und im Doppelzweier wollen sich Sarah Wibberenz und Lisa Gutfleisch international messen. Tabea Schendekehl macht einen Doppelstart, denn sie verstärkt auch den Frauen-Achter.
In den traditionell starken Großbootklassen schickt Deutschland ebenfalls schlagkräftige Besetzungen ins Rennen, allen voran der Deutschland-Achter der Männer, der von Schlagmann Soenke Kruse angeführt und mit Steuermann Jonas Wiesen durch Theis Hagemeister, Paul Klapperich, Mattes Schoenherr, Olaf Roggensack, Tobias Strangemann, Tassilo von Mueller und Julius Christ komplettiert wird. Ähnlich ambitioniert geht der Frauen-Achter mit Steuerfrau Florian Koch und der Besatzung Annabelle Bachmann, Paula Hartmann, Tabea Schendekehl, Tabea Kuhnert, Lena Gresens, Olivia Clotten, Pia Greiten und Schlagfrau Hannah Reif an den Start. Hinzu kommen zwei Boote im Männer-Vierer ohne Steuermann – besetzt mit Benedict Eggeling, Jasper Angl, Mark Hinrichs und Paul Gebauer sowie einem zweiten Team aus Paul Martin, Ole Bartenbach, Kasper Virnekaes und Simon Schubert.
Die Skull-Großboote vertritt bei den Männern der Doppelvierer mit Marc Weber, Jonas Gelsen, Felix Heinrich und Ole Hohensee. Bei den Frauen rudern Maren Voelz, Juliane Faralisch, Johanna Debus und Frauke Hundeling im Doppelvierer, und der Vierer ohne Steuerfrau wird von Nora Peuser, Leandra Hogrefe, Ricarda Heuser sowie Michelle Lebahn gebildet; eine Meldung im gemischten Doppelzweier mit Arno Gaus und Sarah Wibberenz rundet das deutsche Aufgebot ab.
Austragungsort der Wettkämpfe ist das La Cartuja High Performance Center, dessen sechs Kilometer langer Naturkurs durch das Herz von Sevilla für seine ruhigen und fairen Wasserbedingungen bekannt ist. Für die Athleten bietet der Auftakt somit nicht nur eine erste Gelegenheit, die eigene Geschwindigkeit im internationalen Vergleich zu testen, sondern auch die Weichen für die verbleibende Saison mit den weiteren Weltcups und den Weltmeisterschaften als Höhepunkt zu stellen.
Events
Boote