Starke Leistungen bei den Coastal-Ausscheidungsrennen in Warnemünde – Start in Rotterdam
Die neu gebildeten Teams der Coastal-Nationalmannschaft starten an diesem Wochenende am Samstag bei der International Beach Sprint Regatta in Rotterdam/Den Haag.
Für die Seniorinnen und Senioren/Juniorinnen und Junioren ist dies der letzte Wettkampf-Belastungstest, bevor es zur EM und WM nach Antalya geht. Aufgrund der Windsituation und damit zu gefährlicher Wellenbildung wurde die Regatta auf einen See ins Landesinnere verlegt.
Adrian Bretting: „Wir sind hier in den Teams unterwegs, die auch zur WM starten sollen. Im U19-Bereich gibt es noch ein paar letzte Entscheidungen, aber bei den Seniorinnen und Senioren ist die Mannschaftsbildung abgeschlossen. Leider wurde hier in Rotterdam der Vierer aus dem Regatta-Programm gestrichen, sodass das Team in zwei Doppelzweiern gegeneinander antreten wird. Es sieht aber gut aus, dass wir noch frei vereinbarte Rennen im CMix4x+ gegen andere Nationen hinbekommen.
Die Stimmung in der Mannschaft ist gut und auch etwas Besonderes. Zum ersten Mal treten wir ja – wie bei EM und WM auch – mit Junior:innen und Senior:innen gemeinsam bei einem Wettkampf an.
Die Verlegung der Regatta auf einen See ist natürlich schade, aber mit Blick auf die Sicherheit durchaus richtig. Wir wollen das Beste draus machen, hoffen auf noch etwas besseres Wetter und dass die Organisation den Wechsel auf den See schafft.“
Die neu gebildeten Teams sind in einem aufwändigen Verfahren gebildet worden. Vom 26. August bis 3. September 2025 luden die Coastal-Bundestrainer nach den Leistungstests in Berlin (24.–25. August) nach Warnemünde ein. Ganz im Zeichen des Coastal Rowing ging es an der Ostseeküste um die entscheidenden Ausscheidungen für die German Coastal Challenge und die Bildung der Nationalteams im Beach Sprint. Überschattet wurde die Ausscheidung in Warnemünde von einem tragischen Vorfall um die Athletin Marion Reichardt, die sich – ohne Fremdverschulden – beim Sprint aus dem Boot eine schwere Verletzung zuzog. Das gesamte Coastal-Team und der DRV wünschen Marion alles Gute und eine schnelle Genesung.
Bewertungs-Matrix zur Bildung der Nationalmannschaft
Adrian Bretting und Hendrik Bohnekamp haben eine Bewertungs-Matrix für eine transparente Leistungserfassung aufgestellt, die verschiedene Aspekte des Beach Sprints sowohl in Bezug auf die konditionellen wie auch auf die ruderischen Fähigkeiten auf dem Meer enthielt.
Ergebnisse:
Im Frauen-Einer überzeugte Julia Tertünte (RV Münster) mit konstanten Top-Leistungen. Sie setzte sich im Ranking gegen Sophie Leupold (Pirnaer RV) und Laura Brenker (Mainzer RV) durch und belegte am Ende den Spitzenplatz. Anne Kistenpfennig, Neele Zahn und Victoria Hory kamen auf den weiteren Plätzen ein.
Bei den Männern gab es ein Duell auf ganz hohem Niveau zwischen Moritz Wolff (Berliner RC) und Franz Werner (Pirnaer RV). Am Ende setzte sich der Berliner knapp gegen den Mann aus Sachsen durch. Beide sind für die männlichen Plätze in den olympischen Bootsklassen vorgesehen. Moritz Korthals (Stuttgarter RG) und Leander Spalek (Frankfurter RG Germania) kamen auf die Plätze 3 und 4, gefolgt von Maiko Remmers (Team Nord-West) und Paul Leerkamp (Osnabrücker RV).
Nachwuchs präsentiert sich stark
Auch die U19-Athletinnen und -Athleten zeigten eindrucksvoll ihr Potenzial. Bei den Juniorinnen lag am Ende Mia Tetiwa (RV Nürnberg) vor Anna Koseki (RV Wandsbek) und Selma Ritter (Dresdner RC). Alles mit engen Abständen. Auf den weiteren Plätzen kamen Sara Meckl (Regensburger RK) und Ella Chave (Potsdamer RG) ein.
Im Junioren-Bereich waren es der letztjährige Junioren-Weltmeister Felix Krones (USV TU Dresden) und Julius Blümel (Berliner RC), die mit schnellen Zeiten und Siegen in den Ausscheidungsrennen und der Gesamtmatrix überzeugten und sich Platz 1 teilten. Dahinter reihten sich der amtierende Junioren-Weltmeister Miklas Scheer (Erster Kieler RC) und Julius Schüller (ARV Leipzig) auf den Plätzen 3 und 4 ein. Die Ruderer Laurenz Knorr und Maximilian Heidrich holten sich Platz 5 und 6.
Vor den Europa- und Weltmeisterschaften sind jeweils noch einmal Trainingslager in Portugal geplant, damit die Mannschaft auch in den Herbstmonaten noch einmal bei guten Bedingungen am finalen Feinschliff feilen kann.