01. Juni 2022 | Verband | von Deutscher Ruderverband

Digitale Dialogforen - die neue DRV-Struktur bekommt Kontur

Schritt für Schritt kommt die geplante DRV-Strukturreform voran. Bei den zwei digitalen Dialogforen Mitte Mai wurde die überbearbeitete DRV-Struktur vorgestellt. Was ist neu, wie ist der aktuelle Stand der Dinge zur DRV-Strukturreform?

Wer Veränderungen durchsetzen will, der muss die Menschen mitnehmen. Das gilt auch für Ruderinnen und Ruderer sowie deren Vereine, wenn es um die geplante DRV-Strukturreform geht. Genau deshalb geht das 2021 neu gewählte Präsidium auch schrittweise, fast kleinteilig vor: Die Reform wird in gleich acht digitalen Info- und Dialogforen vorgestellt bzw. diskutiert. Los ging es mit zwei digitalen Infoforen und 215 Teilnehmenden am 29. sowie 31. März. Es folgten zwei digitale Dialogforen (17. Mai und 19. Mai), bei denen gut 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konstruktiv sowie leidenschaftlich fragten und diskutierten. Das dritte Dialogforum folgt am 21. Juni 2022. Dort werden dann bereits die ersten Auszüge aus der neuen Satzung präsentiert. Im September - und somit rechtzeitig vor dem Rudertag am 29. Oktober 2022 in Hannover - folgen die letzten drei Dialogforen.

Das gesamte Feedback, welches sowohl in als nach den Infoforen besprochen und gesammelt wurde, floss in eine überarbeitete Reformversion ein. Motzen und meckern ist bekanntlich leichter als konstruktive Vorschläge zu machen - überraschenderweise ist genau das laut Moritz Petri passiert: „Statt an Gewohntem festzuhalten, gab es viel positive Resonanz und sinnvolle Anmerkungen, die uns einen enormen Schub gegeben haben.“

Die neue DRV-Struktur, die beim Rudertag 2021 bereits in Ansätzen vorgestellt wurde, ist mehr als nur im Kern erhalten geblieben. Die viele Arbeit und die zahlreichen Anmerkungen haben sich insofern gelohnt, dass der aktuelle Arbeitsstand schon jetzt besser und durchdachter ist:

die neue DRV-Struktur (Stand Mai)
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  • Kein Vereinsrat, da die Vereine bereits ausgiebig durch den Länderrat vertreten werden - dieser Vorschlag kam zigfach von den Foren- und Vereinsteilnehmern.
  • Der Aufsichtsrat soll wieder „Präsidium“ heißen. Das entspricht der Praxis und Tradition der Landesverbände.
  • Keine festen Aufgabenbereiche im Präsidium: denn alle tragen die juristische Verantwortung.
  • Ausscheidende Präsidiumsmitglieder werden vom Präsidium kommissarisch bis zum nächsten Rudertag nachberufen.
  • Die „Sportlervertretung“ im Präsidium wird von den Aktiven gewählt und vom Rudertag bestätigt.
  • Alle anderen Beiräte bleiben unberührt.
  • Neuer Präsidialausschuss (gleich zu setzen mit der gemeinsamen Sitzung): Dieser kommt jährlich zusammen und soll die Kooperation zwischen Ehrenamt und Hauptamt stärken. Dadurch wird die berechtigte Würdigung der Fachressortleitenden sichergestellt. Dieser Ausschuss besteht aus dem hauptamtlichen Vorstand, Präsidium, den Vorsitzenden der Fachressorts, dem Länderrat, den Arbeitnehmervertretern und Justiziaren.
  • Hauptamtlicher Vorstand: Jedes der drei Vorstandsmitglieder bekommt eine konkrete Aufgabenzuordnung und soll alleinvertretungsberechtigt sein.
  • Hauptamt: Die vielen Bereiche und Funktionen sollen „aufgeräumt“ und besser zugeordnet werden. Auch, damit die Zuordnung und Zusammenarbeit mit den Ehrenamts-Mandaten reibungslos klappt.

Der DRV bittet weiterhin alle Ruderinnen und Ruderer, Vereinsmitglieder sowie Vereinsvorstände, auch ohne Forum seine oder ihre Fragen und Verbesserungsvorschläge zu übermitteln - eine E-Mail an struktur@rudern.de genügt. Aus allen Fragen wird eine FAQ-Liste mit Antworten erstellt, die demnächst auf rudern.de veröffentlicht wird.

 

Cornelia Stampnik

Referentin Verbandsentwicklung

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