26. Mai 2023 | Jugend | von Niklas Schumann

Rudern für Toleranz 2023 - Kreative Einsendungen für Toleranz

RfT 2023

Auch im Jahr 2023 schrieb die Deutsche Ruderjugend gemeinsam mit ihrem Partner Concept2 den Wettbewerb Rudern für Toleranz aus. Bei dem Wettbewerb Rudern für Toleranz geht es darum, dass Vereine oder im allgemeinen Jugendgruppen zeigen können, wie sie sich innerhalb oder außerhalb ihres Vereins oder ihrer Klasse für toleranteres Verhalten einsetzen und diskriminierendem Verhalten entgegentreten. Ob es sich dabei um einen einmaligen Aktionstag oder eine wiederkehrende Aktions-Serie handelt ist nicht entscheidend. Auch in der Form sind den Vereinen keine Grenzen gesetzt: Ob als Bericht, als Video, als Song oder als Gedicht. Alle Formen sind möglich und werden akzeptiert.  Alle Vereine konnten bis zum 15.05.2023 ihre Projekte an das DRJ-Jugendsekretariat senden und hatten damit auch in diesem Jahr die Chance, tolle Preise zu gewinnen. Insgesamt erreichte das Jugendsekretariat in diesem Jahr vier tolle Einsendungen für Rudern für Toleranz. 

Alle eingereichten Projekte wurden nach Meldeschluss von einer Jury bewertet. Die Jury bestand in diesem Jahr aus Wiebke Liesenhoff (komm. stellv. Vorsitzende DRJ), Paula Scholz (DRJ Vorstand, Beisitzerin für Breitensport und Diversity) und Niklas Schumann (Referent nationale Jugendarbeit).   

Das waren die Preise: 

Platz 1: Ruderergometer von Concept2

Platz 2: Skulls von Concept2

Platz 3: Ein Peak Zone Gutschein im Wert von 150 €

Bewertung

Die Jury bewertete jedes Projekt einzeln und unabhängig von den anderen Projekten in drei verschiedenen Kategorien. Die Kategorien wurden in Bezug auf das Gesamtergebnis unterschiedlich gewichtet. 

In der ersten Kategorie wurde die inhaltliche Umsetzung (40 %) des Projekts bewertet. 

Hier wurde betrachtet, welche Maßnahmen vorbereitet wurden, um gegen intolerantes Verhalten vorzugehen und wie diese umgesetzt wurden. Außerdem wurde die Vielseitigkeit des Projekts bewertet. 

 

In der zweiten Kategorie bewertete die Jury die mediale Aufbereitung (20 %) des Projekts. 

Bei der medialen Aufbereitung wurde die Art der Darstellung des Projekts (ob als Bericht,, Video oder Fotosammlung) und der damit verbundene zeitliche Umfang bewertet. 

 

In der dritten Kategorie wurde die soziale Nachhaltigkeit (40 %) des Projekts bewertet. 

Mit der "Sozialen Nachhaltigkeit" ist in erster Linie die Langfristigkeit des Projekts gemeint. Projekte deren Ergebnisse sofort angewendet oder verwendet werden können und das Vereinsleben des eigenen Vereins oder auch anderer Vereine sofort toleranter gestalten können, erhalten hierbei eine hohe Punktzahl.  

Gewinner*innen 2023

Zunächst einmal danken wir noch einmal allen Teilnehmenden für ihre tollen Einsendungen. Wir werden aus allen Projekten etwas für unsere tägliche Arbeit mitnehmen. 

Die Gewinner*innen des Jahres 2023: 

Platz 1: Ruderverein des Friedrichgymnasiums Kassel 

Platz 2: Ruderverein für das Große Freie Lehrte Sehnde 

Platz 3: Burg Landshut-Schule Bernkastel Kues 

Im folgenden Teil werden die Projekte kurz vorgestellt. 

Platz 1: RVFG Kassel

Das Projekt des RVFG Kassel bestand aus drei Teilprojekten. Die Erstplatzierten entwarfen eine Checkliste für Vereine, in der Vereine einen Überblick erhalten konnten, welche Menschen in Ihrem Vereinsleben berücksichtigt werden und an welchen Stellen etwas verändert werden muss. Fragen wie "Werden verschiedene Geschlechter in Vereinstexten angesprochen?" oder "Gibt es einen Jugendvorstand" helfen bei der Orientierung. Des Weiteren gestaltete der RVFG Kassel Plakate, die darauf aufmerksam machen, wie sich intolerantes Verhalten in unserem Alltag und unserem Sprachgebrauch etabliert hat. Ein selbst geschnittenes Video, das Statements des RVFG zum Thema Toleranz im Ruderverein zusammenfasst, rundet die sehr gelungene Einreichung des RVFG ab. 

Das Video zum Projektbeitrag des RVFG Kassel wird demnächst hier veröffentlicht.

Downloads RVFG Kassel

RVFG Kassel
RVFG Kassel
RVFG Kassel
RVFG Kassel
RVFG Kassel
RVFG Kassel

Platz 2: RGF Lehrte Sehnde

Der RGF Lehrte Sehnde ist seit rund einem Jahr Mitglied im hannoverschen Sportbündnis Farbenspiel. Ziel dieses Bündnisses ist die Schaffung eines offenen Umfelds für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Sport. Diese wichtige Message wollte der Ruderverein für jeden klar erkenntlich machen und strich die Außenwand ihres Insektenhotels in Regenbogenfarben. Um allerdings deutlich zu machen, dass es dem Verein insbesondere um den Schutz von Kindern und Jugendlichen geht, wurde der Regenbogen um die 7 wichtigsten Kinderregeln im Sport erweitert. Die Kinderregeln wurden vorab von den Jugendlichen des Vereins selbst aufgestellt. Nun sieht jeder, dass Kinderrechte beim RGF Lehrte Sehnde besonders beachtet werden. Das gesamte Projekt wurde innerhalb eines Aktionstages für Kinder und Jugendliche statt. Im Rahmen dieses Aktionstages wurde auch noch einmal auf die Ergebnisse des Vorjahres-Projektes "52-Wochen-Wissen" ein und informierten die Jugendlichen über dieses Projekt. 

Das Video zum Projektbeitrag des RGF Lehrte Sehnde wird demnächst hier veröffentlicht.

Platz 3: Burg-Landshut-Schule Bernkastel Kues

Die Burg-Landshut-Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Hier lernen ca. 100 Kinder mit verschiedenen Beeinträchtigungen (Lernen, Sprache, sozial-emotionale Entwicklung) von der ersten bis zur neunten Klassenstufe. Die Schüler der siebten und achten Klassenstufe haben den Deutsch- und Ethikunterricht genutzt, um sich mit dem Thema Toleranz auseinanderzusetzen und verschiedene Bereiche zusammengetragen. Des Weiteren setzt sich die Burg-Landshut-Schule in verschiedenen Bereichen für Toleranz im Sport ein, u.a.: Lauf für Ruanda, Fairplay Tour d'Europe (Fahrradwettbewerb) und eine Inklusionskooperation mit dem Bernkasteler Ruderverein, bei der Ruderkurse für Menschen mit Bewegungshandicap, Sehschwäche und geistiger Beeinträchtigung angeboten werden. 

Die Burg-Landshut-Schule Bernkastel Kues kooperiert ebenfalls mit dem SCHLAU RLP-Team aus Trier. SCHLAU RLP ist Mitglied im Bundesverband Queere Bildung e.V., dem Bundesverband für Bildungs- und Aufklärungsarbeit im Bereich sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. SCHLAU steht für Schwul Lesbisch Bi Trans* Aufklärung in Rheinland-Pfalz. 

Die Lehrer der Schule haben ein Team von „Schlau“ in die Schule eingeladen, sodass man Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Personen begegnen konnte. Vorurteile und Klischees konnten durch die direkte Begegnung im Gespräch wirkungsvoll hinterfragt und abgebaut werden. Es wurde nicht über, sondern mit den SCHLAU-Personen gesprochen. Das Thema ist ein fester Bestandteil in den Klassenräumen und auf dem Schulhof. Niemand soll unter dem Klima gegenseitiger Feindseligkeit leiden.

Burg-Landshut-Schule Bernkastel Kues
Burg-Landshut-Schule Bernkastel Kues
Burg-Landshut-Schule Bernkastel Kues
Burg-Landshut-Schule Bernkastel Kues
Burg-Landshut-Schule Bernkastel Kues

Projektbericht Burg-Landshut-Schule

Projektbeitrag Rudern für Toleranz Burg Landshut Schule Bernkastel Kues.pdf
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Niklas Schumann

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