Safe Sport
Kinder und Jugendliche sollen ohne Gewalt und Diskriminierung aufwachsen. Dazu sollen sie im Sport Unterstützung und Schutz durch die Verantwortlichen erfahren.
Die körperliche und emotionale Nähe, die im Sport entstehen kann und in keinem anderen Zusammenhang ähnlichen Stellenwert findet, birgt aber auch Gefahren von intersexueller Gewalt. Eine Kultur des Hinsehens und des Handelns Verantwortlicher muss daher dazu beitragen, Betroffene zum Reden zu ermutigen, potentielle Täter*innen abzuschrecken und ein Klima zu schaffen, das Kinder, Jugendliche und Erwachsene – mit und ohne Behinderung – im Sport vor körperliche, psychische oder sexualisierter Gewalt schützt.
Bei Fragen, Anregungen oder konkreten Anliegen zur Prävention, Intervention und zur Aufarbeitung interpersonaler Gewalt im Sport können die Ansprechpartner*innen der Landessportjugenden/-bünde und -verbände oder des Deutschen Ruderverbandes (jugendschutz@rudern.de) weiterhelfen.
Die Ansprechpersonen des Deutschen Ruderverbands sind:
Sebastian Haase, Vorsitzender DRJ (ehrenamtlich)
Sina Burmeister, Vorständin Jugend (hauptamtlich)
Die Ombudsperson ist:
Prof. Dr. Ulrich Tödtmann, Rechtsanwalt
Unabhängige Ansprechstelle Safe Sport
Dein Halt bei Gewalt - Wenn Sport kein Safe Space mehr ist.
Unabhängige Ansprechstelle für Betroffene sexualisierter, psychischer und physischer Gewalt im Sport.
https://www.ansprechstelle-safe-sport.de/
Telefon: 0800 11 222 00
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch
- Bundesweit, kostenfrei, anonym
- www.hilfeportal-missbrauch.de
- https://www.anrufen-hilft.de/#
-
Telefon 0800 22 55 530
Anlauf gegen Gewalt für Bundeskaderathlet:innen:
Telefon 0800 90 90 444
kontakt@anlauf-gegen-gewalt.org
www.anlauf-gegen-gewalt.org
Schutz von Hinweisgeber:innen im DOSB
Weitere Beratungsangebote
Ehrenkodex
Der Ehrenkodex des Deutschen Ruderverbandes steht für Fairness, Respekt und Verantwortung im Rudersport. Er verpflichtet alle Beteiligten – Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer sowie Funktionsträger – zu einem sportlich fairen, gewaltfreien und respektvollen Umgang miteinander. Der Kodex betont die Vorbildfunktion im Sport, die Achtung der Menschenwürde sowie die klare Ablehnung von Doping, Diskriminierung und Machtmissbrauch. Ziel ist es, ein sicheres, vertrauensvolles und von gegenseitiger Wertschätzung geprägtes Umfeld im Rudersport zu schaffen.
Verhaltenskodex
Ergänzend zum Ehrenkodex gibt es von nun an den Verhaltenskodex, der für alle Maßnahmen des DRVs gilt.
Der Verhaltenskodex beschreibt in klarer und verständlicher Sprache, welche Haltung und welches Verhalten im DRV erwartet werden – und welchen Beitrag jede und jeder Einzelne leisten kann, um den Rudersport als sicheren, fairen und wertschätzenden Raum zu gestalten. Themen wie Gleichbehandlung, Schutz vor Gewalt, Nähe und Distanz, Mediennutzung sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Machtverhältnissen werden konkret benannt. Für besonders sensible Bereiche wie Übernachtungen, Umkleiden oder medizinische Maßnahmen gelten verbindliche Regelungen.
Ab sofort ist der Verhaltenskodex von allen hauptamtlichen Mitarbeitenden des DRV verpflichtend zu unterzeichnen. Personen, die in der Vergangenheit bereits den Ehrenkodex unterzeichnet haben, müssen den neuen Verhaltenskodex aktuell nicht zusätzlich unterzeichnen.
Vereine und Landesfachverbände sind ausdrücklich dazu aufgerufen, den Verhaltenskodex als Grundlage für eigene Vorgaben und Regelwerke in diesem Themenfeld zu nutzen.
Der DRV versteht den Verhaltenskodex dabei nicht nur als formales Regelwerk, sondern als gemeinsames Bekenntnis zu Respekt, Fairness, Disziplin, Teamgeist und Vielfalt. Gerade im Kinder- und Jugendsport stärkt er die notwendige Vorbildfunktion aller Verantwortlichen und bildet eine wichtige Grundlage für den angestoßenen Kulturwandel.
Verhaltenskodex: wer sollte unterschreiben?
Empfehlung: Alle Mitglieder mit Leitungs-, Ausbildungs-, Betreuungs- oder Vorbildfunktion – unabhängig vom Alter der Zielgruppe. Die gilt auch für die Erwachsenenausbildung, da dort ebenfalls Abhängigkeitsverhältnisse bestehen (Bewertung, Prüfungen, Hierarchien).
Konkret:
Der Verhaltenskodex sollte unterschrieben werden von:
- Ausbilder:innen / Trainer:innen / Dozent:innen
- Gruppen- und Lehrgangsleitungen
- Jugendleitungen, Tutor:innen, Mentor:innen
- Personen mit regelmäßiger Nähe, Macht- oder Abhängigkeitsverhältnissen
- auch ehrenamtlich Tätige in diesen Rollen
Warum so breit?
Der Kodex regelt Haltung, Grenzen und Verantwortung. Er dient nicht nur dem Schutz Minderjähriger, sondern auch
- der Prävention von Machtmissbrauch
- der Absicherung der Organisation
- der Klarheit für alle Beteiligten
Wer muss es vorlegen?
Klare Empfehlung: JA erforderlich, wenn …
- Erwachsene Kinder oder Jugendliche ausbilden/betreuen
- Jugendliche Kinder oder Jugendliche ausbilden/betreuen
- regelmäßiger, unmittelbarer Kontakt zu Minderjährigen besteht
- eine Aufsichts-, Erziehungs- oder Betreuungsfunktion vorliegt
Das gilt unabhängig davon, ob die Tätigkeit:
- haupt- oder ehrenamtlich
- regelmäßig oder projektbezogen
- bezahlt oder unbezahlt ist
In der reinen Erwachsenenausbildung:
Empfehlung - In der Regel KEIN erweitertes Führungszeugnis erforderlich, wenn:
- ausschließlich Erwachsene teilnehmen
- keine minderjährigen Teilnehmenden beteiligt sind
- keine besondere Schutzbedürftigkeit vorliegt
Ausnahmen (Einzelfallentscheidung sinnvoll):
- sehr enge 1:1-Settings
- vulnerable Zielgruppen
- Unterbringung, Übernachtung, Reisen
- Mischgruppen mit Minderjährigen
Das erweiterte Führungszeugnis ist für ehrenamtlich Tätige im Sportverein/-verband sowie Freiwilligendienstleistende per Gesetz gebührenfrei. Die Bestätigung des Vereins/Verbands muss vorliegen. Das erweiterte Führungszeugnis darf von den Zuständigen im Sportverein/-verband nur eingesehen, nicht abgeheftet oder gespeichert werden. Die Einsicht wird mit Datum dokumentiert und muss spätestens drei Monate nach Beendigung der Tätigkeit gelöscht werden (vgl. auch § 72a SGB VIII). Es ist ratsam das Führungszeugnis nicht pauschal aufzuerlegen, sondern es innerhalb eines Konzepts zu integrieren und den Mitgliedern zu erläutern, warum dies eine sinnvolle Maßnahme sein kann. Dabei sollte deutlich werden, dass es keine Pauschalverdächtigungen gibt, sondern dies u.a. der Prävention und des Kinderschutzes dient. Weitere Informationen zum Umgang mit Führungszeugnissen sind im Download-Bereich "dsj: Orientierungshilfe für rechtliche Fragen" zu finden.
Schulungen und Fortbildungen sind die Grundlage der Präventionsarbeit für einen sicheren Sport. Wir unterstützen die Vereine und vermitteln professionelle Referenten/innen, die die Akteure und Akteurinnen vor Ort in den Vereinen beschulen. Die Kosten variieren je nach Ort, Dauer und Ausgestaltung der Workshops. Interessierte Vereine können sich direkt an Sina Burmeister wenden:
📧 sina.burmeister@rudern.de
Hier finden Sie die Materialien, Arbeitshilfen und Mustervorlagen der dsj und des DOSB zur Umsetzung von Maßnahmen in der Prävention, Intervention und Aufarbeitung psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt.
Materialien und Handlungsleitfäden der dsj.
Handlungsleitfaden vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen.
Was tun in Notfallsituationen? Der DOSB stellt einen professionellen Wegweiser zur Verfügung.
Für Vereine
Be strong, say NO!
Die Deutsche Ruderjugend spricht sich ganz klar gegen jegliche Form von Gewalt aus, sei sie psychischer, physischer oder sexueller Natur. Mit der Initiative Be strong, say NO! möchten wir eine „Kultur des Hinsehens“ schaffen, präventiv arbeiten und das Thema in den Mitgliedsvereinen des Deutschen Ruderverbands integrieren.
Bei Fragen zu der Initiative wendet euch gerne an das Jugendsekretariat.
Safe Sport Plakate
Im Verein auf das Thema aufmerksam machen? Nicht nur mit der Plakette Be strong, say NO! kann eine Kultur des Hinsehens geschaffen werden, sondern auch mit passenden Plakaten. Dazu stellt der DOSB verschiedene Plakatmotive zur Verfügung. Speziell für den Wassersport hat die DRJ zusammen mit der Kanu- und Seglerjugend ein eigenes Plakat entworfen (s.o.). Interessierte Vereine können kostenlos Exemplare bei der DRJ bestellen. Einfach eine E-Mail an jugendschutz@rudern.de schicken (bitte Anzahl und Versandadresse mit angeben).
Auf Wunsch senden wir Euch gerne #SafeSport Plakate zu. Füllt dafür nur die Bestellliste Bestellung Safe Sport Plakate | rudern.de aus. Wir melden uns dann bei Euch! Dabei steht das Plakat "Risikobereiche Rudern" und das Plakat vom DOSB (oben) euch zur Verfügung zu bestellen.
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